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Bei Lauta finden sich Zeugnisse der Bergbaugeschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Beeindruckend sind die den Erzgängen folgenden, landschaftsprägenden Haldenzüge des Silbererzbergbaus. Zu den historisch bedeutendsten Gängen gehören die perlschnurartig aufgereihten Halden des „Bauer Morgenganges“ und des „Elisabeth Flachen“. Jede Halde markiert den ursprünglichen Standort eines oder mehrerer Tagesschächte. Der Abstand der Halden orientiert sich an der Größe der damaligen Grubenfelder. Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich auf dem Elisabeth Flachen der Wasserlochschacht. Als wichtigsten Hauptschacht des Gebietes kennt man ihn heute unter dem Namen Rudolph-Schacht.

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  • Bergbaulandschaft Lauta

    Charakteristisches Merkmal der Bergbaulandschaft Lauta sind die sich kreuzenden Haldenzüge der zwei bedeutenden Silbererzgänge „Bauer Morgengang“ und „Elisabeth Flachen“. Die Mehrzahl der Halden stammt aus der Zeit des Bergbaus im 16. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der sogenannte Wasserlochschacht – ab 1839 als Rudolph Schacht bezeichnet – zum wichtigsten Hauptschacht des Gebietes. Der Silberbergbau beim Rudolph Schacht und damit im Marienberger Revier wurde 1899 eingestellt. Im Zeitraum von 1947 bis 1954 wurde der Rudolph Schacht bei der Erkundung und Förderung von Uranerzen und bis 1962 ebenfalls zur Gewinnung von Flussspat genutzt. Heute befindet auf dem Schacht ein rekonstruierter Pferdegöpels nach einer historischen Abbildung, der als Schauanlage genutzt wird.

    • Haldenzug Elisabeth Flachen und Bauer Morgengang

      Beide Gangzüge gehören durch ihre entlang des Ganges perlschnurartig aufgereihten Halden zu den beeindruckenden Sachzeugen des Marienberger Bergbaus. Dabei markiert jede der Halden den Standort eines oder mehrerer Tagesschächte. Nicht alle der vormals existenten Halden sind noch vorhanden. Hinsichtlich ihrer bedeutenden Größe weicht die Halde des Rudolph Schachtes, unmittelbarsüdlich an der Lautaer Hauptstraße gelegen,von den anderen Halden ab. Der Schacht hatte sich seit dem 19. Jahrhundert zur zentralen Schachtanlage auf Lautaer Flur entwickelt. In den beiden später vereinigten Gruben, konnte zwischen 1552 und 1563 annähernd 0,8 t Silber gewonnen werden. Im Carl Schacht, unmittelbar auf dem Bauer Morgengang, unweit des Lautaer Teichesgelegen, wurde durch Kunstmeister JOHANN FRIEDRICH MENDE 1777 die dritte Wassersäulenmaschine im Marienberger Revier installiert. Es sollte noch ein weiteres halbes Jahrhundert bis zu einer neuen intensiven Bergbauaufnahme des alten Schachtes dauern.