Nach der planmäßigen Schließung der Gruben im Freiberger Bergrevier zwischen 1904 und 1914 sank die Abnehmerschaft der Wasser der Revierwasserlaufanstalt Freiberg. Neben der Brauch- und Trinkwasserbereitstellung wurden weitere Nachnutzungsmöglichkeiten für die Wasserbestände erwogen. Während dieser Überlegungen kam auch der Plan von der Erzeugung elektrischer Energie mit Hilfe der Wässer der Revierwasserlaufanstalt auf. 1927 erfolgte hiezu die Anlegung eines Teiches mit 25.000 m³ Stauvolumen südöstlich des Konstantin-Schachtes. Um Spitzen des Stromverbrauches abdecken zu können, erfolgten bereits ab 1934 Planungen für eine Teichvergrößerung auf 35.000 m³. Aus dem Sammelteich führte eine Rohrleitung durch die alte Aufschlagrösche in den Schacht, welche zwei Peltonturbinen im Maschinenraum versorgte. 1969 erfolgte die Schließung des Kraftwerkes im Konstantin-Schacht (Oberwerk), 1972 die des Kraftwerkes im Drei-Brüder-Schacht (Unterwerk). Der Konstantin Teich wird durch den Hohbirker Kunstgraben gespeist. Aktuell dient er zur Bereitstellung von Rohwasser für die Betriebswasserversorgung sowie als Angelgewässer.

 

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