Durch den steigenden Energiebedarf des Bergbaus im Freiberger Revier wurde die Herbeiführung von Wasser aus den Gegenden Mittelsaida, Haselbach, Dörnthal, Pfaffroda, Ullersdorf und später auch vom Flöhafluss bereits im 16. Jahrhundert in Erwägung gezogen. Dieses Vorhaben wurde neben der Errichtung des Obersaidaer Kunstgrabens auch durch die Anlegung des neuen Dörnthaler Kunstgrabens von Obersaida bis Dörnthal und der Schaffung eines Bergwerksteiches zu Dörnthal weiter verfolgt. 1787 befahl der damalige Landesherr Kurfürst Friedrich August III. die Anlegung eines neuen Bergwerksteiches in der Gegend zu Dörnthal sowie den Erwerb des hierfür erforderlichen Grundes. Der Dörnthaler Teich hat mit 18,2 m das höchste Absperrbauwerk der Kunstteiche der Revierwasserlaufanstalt. Die Kronenlänge des Dammes beträgt 300 m und die Kronenbreite 13,3 m. Im Kunstteich wird das in der Talsperre Rauschenbach gewonnene Rohwasser zwischengespeichert. Es gelangt über den Revierwasserlauf in die Stauanlage. Von hier erfolgt die bedarfsgerechte Abgabe in den Kunstgraben in Richtung Großhartmannsdorf oder in den Haselbach, welcher der Talsperre Saidenbach zufließt.

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