Die Grubenbaue des Gößner Bergwerks (benannt nach Andreas Gößner, dem Besitzer des Annaberger Reviers um 1510) befinden sich unter der Annaberger Altstadt, direkt gegenüber der 1499-1525 erbauten St. Annenkirche. Die Grube verkörpert ein typisches frühmodernes Bergbau-Unternehmen, das, wie in vielen anderen Bergstädten des Erzgebirges,  den oberflächennahen Untergrund der Stadt prägt. Seit 1995 ist die Grube mit ihren kleinen engen Strecken aus den Jahren um 1500 für die Öffentlichkeit über einen Besucherschacht zugänglich. Dies umfasst eindrucksvolle Schächte im Inneren, die im Liegenden des Erzgangs auf 24 m Tiefe abgeteuft wurden, 260 m an Strecken entlang dem Verlauf der Erzgänge sowie Streckenkreuze, welche auf zwei Niveaus über Blindschächte miteinander verbunden sind.  An Abbaustellen und Ausbissen des Erzgangs wird das Prinzip der Auffahrung des Grubengebäudes nach Lage und Orientierung der Erzgänge deutlich.

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