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Bereits im Hochmittelalter betrieben die Menschen im Erzgebirge untertägigen Bergbau. Davon zeugt die archäologische Stätte der Silberbergwerke in und um Dippoldiswalde. Die fast vollständig erhaltene untertägige Bergbaulandschaft des 12./13. Jahrhunderts ist für die Erforschung der Frühgeschichte des erzgebirgischen Bergbaus von herausragender Bedeutung. Die archäologischen Grabungen belegen bisher 15 Schächte innerhalb einer Fläche von 875 m² und erlauben eine Rekonstruktion des untertägigen Betriebes. Die dabei in den Abbauen entdeckten menschenähnlichen Reliefs sind im mittelalterlichen Bergbau Europas bisher einzigartig. Zu den Funden gehören außerdem Fragmente einer Haspel, gut erhaltene Relikte einer Schachtvertonnung, mehrere Fahrten sowie Rinnensysteme für die Wasserhaltung. Da beschreibende Quellen aus dieser Bergbauperiode nicht überliefert sind, ist die archäologische Stätte von enormer Bedeutung für die frühe Bergbaugeschichte des Montanwesens im Erzgebirge und in ganz Europa.

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  • Hochmittelalterliche Silberbergwerke - archäologische Stätte

    Von dem bereits im Hochmittelalter im Erzgebirge betriebenen Bergbau zeugt die archäologische Stätte der Silberbergwerke in und um Dippoldiswalde. Die fast vollständig erhaltene untertägige Bergbaulandschaft des 12./13. Jahrhunderts ist für die Erforschung der Frühgeschichte des erzgebirgischen Bergbaus von herausragender Bedeutung. Die archäologischen Grabungen belegen bisher 15 Schächte und erlauben mit ihren Sachzeugen einen einmaligen Einblick in den frühen erzgebirgischen Bergbaubetrieb.