Die im Jahr 1562 neu errichtete Lange Hütte bildete das technologische und architektonische Zentrum der Saigerhütte. Das eingeschossige Gebäude hatte eine Länge von 36 m und eine Breite von 21 m. An der nördlichen Seite der Langen Hütte war das Probiergebäude angebaut, in dem man die zu verarbeitenden Rohmaterialien auf ihre Metallgehalte untersuchte. Weitere Anbauten enthielten eine Gestübekammer, Röststadel sowie Radstuben. Drei unmittelbar im Gebäude vorhandene Wasserräder betrieben mit ihren langen Wellen die Blasebälge für fünf Schachtöfen und zwei kleinere Garherde. An der östlichen Gebäudewand befanden sich ein Darrherd und fünf Saigerherde. 1952/53 wurde die Lange Hütte bis auf die Grundmauern abgebrochen. Zur Veranschaulichung der in dieser Hütte eingesetzten Technik und der technologischen Prozesse des Saigerverfahrens erfolgte später die Rekonstruktion verschiedener Einrichtungen, u.a.verschiedener Ofentypen und Gebläse weitgehend an ihren originalen Standorten.

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