Die Elektroenergiezentrale wurde in den Jahren1905 /06 erbaut. Die Energiezentrale nutzte zwei Francisspiralturbinen mit entsprechenden Generatoren zur Elektroenergiegewinnung. Das von Rothenthal herbeigeführte Aufschlagwasser wurde durch eine Rohrleitung vom Lichthaus unter dem Unteren Teich den Turbinen zugeführt. Für wasserarme Zeiten stand eine Lokomobile der Firma Lanz mit einer Leistung von 120 / 180 kW zur Verfügung. Für die Dampfanlage wurde der heute gekürzte Schornstein erbaut. Die gesamte Energiezentrale umfasst eine Fläche von mehr als 650 qm und weist die typische Industriearchitektur der Zeit vom Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Verwendung von Klinkern als Schmuckelemente, Bogenfenster mit Eisenrahmenfenstern, flache Satteldächer auf. Zwar genügte die Energiegewinnung zur Versorgung der umliegenden Gebäude und Industrieanlagen mit Kraftstrom, für den Antrieb der energieintensiven Walzgerüste nutzte man auch weiterhin Dampf- und Wasserkraft. 

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