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Im Gebiet Hartmannsdorf, Langweißenbach, Kirchberg befindet sich im Hartmannsdorfer Forst eine der ältesten und am besten erhaltenen Bergbaulandschaften des Erzgebirges - der Hohe Forst. Bereits ab 1306 begann in diesem Gebiet zunächst der Abbau von Silber-, später von Kupfererzen, und es entwickelte sich eine Bergstadt, die jedoch bald wieder aufgegeben wurde. Bis ins 20. Jahrhundert lassen sich am Hohen Forst Bergbautätigkeiten nachweisen. Heute zeugt das montanarchäologische Bergbaudenkmal mit seinen zahlreichen Relikten in Form von Halden und Pingen von der wechselvollen Geschichte dieses Bergbaustandortes.

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  • Bergbaulandschaft Hoher Forst

    Im Gebiet Hartmannsdorf, Langweißenbach, Kirchberg befindet sich im Hartmannsdorfer Forst eine der ältesten und am besten erhaltenen Bergbaulandschaften des Erzgebirges - der Hohe Forst.

    Bereits ab 1306 begann in diesem Gebiet zunächst der Abbau von Silber-, später von Kupfererzen, und es entwickelte sich eine Bergstadt, die jedoch bald wieder aufgegeben wurde. Bis ins 20. Jahrhundert lassen sich am Hohen Forst Bergbautätigkeiten nachweisen.

    Heute zeugt das montanarchäologische Bergbaudenkmal mit seinen zahlreichen Relikten in Form von Halden und Pingen von der wechselvollen Geschichte dieses Bergbaustandortes.

    • Martin-Römer-Stolln

      Ende des 18. Jahrhunderts findet sich der Name Martin Römer als Bezeichnung für den wichtigsten Stolln im Hohen Forst. Nach der Einstellung des Betriebes im Jahr 1817 verbühnte man die Schächte, die mit der Zeit zusammenbrachen, wodurch es zur Bildung von Pingen kam. Auch in den letzten Jahrzehnten entstanden neue oder vergrößerten sich alte Pingen. Eine erneute Befahrung im späteren Grubenfeld Martin-Römer im Hohen Forst erfolgte in den 1930er Jahren im Rahmen von Erkundungsarbeiten auf der Suche nach Wolframitlagerstätten. Dabei wurden an zwei Stellen Wolframerze gefunden, woraufhin 1940 mit den Schürfarbeiten begonnen wurde. Am 1. August 1945 erfolgte die Einstellung des Betriebs.

      Das im Jahr 1807 errichtete Mundloch des Martin Römer Stolln ist 1 m hoch und ca. 0,60 m breit. Der Stolln wurde am Anfang auf eine Länge von ca. 8,50 m mit Granitsteinen ausgemauert.

       

    • Burg- und Bergbausiedlung

      Hier befindet man sich in den Relikten einer alten mittelalterlichen Turmhügelburg des Fürstenberg, die mit Wall und Graben umgeben war und eine ca. 2,80 m tiefe Zisterne aufweist. Die Anlage ist eine der größten im Landkreis. Auf dem Wall befindet sich eine  Informationstafel.

      Bei archäologischen Untersuchungen im Jahre 1989 wurde eine Mauer freigelegt, die ein ca. 20 m langes Gebäude vermuten lässt: ein Geviert, extra mit Wall und Graben umgeben, das feste Haus des Bergbauverantwortlichen.

      Das gesamte Bergbauareal, ca. 10.000 m² umfassend, weist zahlreiche Pingen auf und die einstmalige Position von Grubenhäusern wird erkennbar.

      Dieses Gebiet ist stark zerklüftet und weist drei große Pingen über dem Martin-Römer-Stolln liegend sowie mehrere kleine Pingen und haldenähnliche Erhebungen auf. In der nordwestlichen Ecke des Areals findet sich ein separat umwallter Bereich von 15 m mal 20 m, in welchem durch archäologische Untersuchungendie Reste eines eingetieften Gebäudes (Grubenhaus) sowie Keramikfragmente nachgewiesen werden konnten.

       

    • Engländerstolln