Sprache auswählen

Nordwestlich von Schneeberg befindet sich inmitten eines Waldes eine der ältesten und am besten erhaltenen Bergbaulandschaften des Erzgebirges - der Hohe Forst. Bereits ab 1306 begann in diesem Gebiet zunächst der Abbau von Silber-, später von Kupfererzen, und es entwickelte sich eine Bergstadt, die jedoch bald wieder aufgegeben wurde. Bis ins 20. Jahrhundert lassen sich am Hohen Forst Bergbautätigkeiten nachweisen. Heute zeugt das montanarchäologische Bergbaudenkmal mit seinen zahlreichen Relikten in Form von Halden und Pingen von der wechselvollen Geschichte dieses Bergbaustandortes.

  • Hauptelemente
  • Interaktive Karte
  • Bergbaulandschaft Hoher Forst

    Nordwestlich von Schneeberg befindet sich inmitten eines Waldes eine der ältesten und am besten erhaltenen Bergbaulandschaften des Erzgebirges - der Hohe Forst.

    Bereits ab 1306 begann in diesem Gebiet zunächst der Abbau von Silber-, später von Kupfererzen, und es entwickelte sich eine Bergstadt, die jedoch bald wieder aufgegeben wurde. Bis ins 20. Jahrhundert lassen sich am Hohen Forst Bergbautätigkeiten nachweisen.

    Heute zeugt das montanarchäologische Bergbaudenkmal mit seinen zahlreichen Relikten in Form von Halden und Pingen von der wechselvollen Geschichte dieses Bergbaustandortes.

    • Martin-Römer-Stolln

      Das im Jahr 1807errichtete Mundloch des Martin-Römer-Stolln ist 1 m hoch und ca. 0,60 m breit. Der Stolln wurde am Anfang auf eine Länge von ca. 8,50 m mit Granitsteinen ausgemauert. Auf der östlichen Seite des Bergrückens befinden sich die Pingen, welche den Verlauf des Jung-Martin-Römer-Erzganges anzeigen und parallel zu denen des Martin-Römer-Stolln verlaufen. Dabei weisen diese ähnliche Strukturen wie die des Martin-Römer-Stollns auf, sind jedoch von geringerem Ausmaß. Der Pingenzug beginnt im Südwesten auf einer Anhöhe und erstreckt sich über ca. 500 m. Zwischen dem Nordost-Ende beider Pingenzüge befindet sich des Weiteren der nicht genau zu datierende Wolfschacht. Die größten Pingen befinden sich über dem Erzgang bzw. dem Stolln bei den Lichtlöchern 8 und 9 und erreichen einen Durchmesser von 13 m und eine Tiefe von 5-6m. Beide wurden zur Zeit der Wiedergewältigung zwischen 1795 und 1820 zum Haupt bzw. Förderschacht ausgebaut.  

       

    • Burg- und Bergbausiedlung

      Hier befindet man sich in den Relikten einer alten mittelalterlichen Turmhügelburg des Fürstenberg, die mit Wall und Graben umgeben war und eine ca. 2,80 m tiefe Zisterne aufweist. Die Anlage ist eine der größten im Landkreis. Auf dem Wall befindet sich eine  Informationstafel.

      Bei archäologischen Untersuchungen im Jahre 1989 wurde eine Mauer freigelegt, die ein ca. 20 m langes Gebäude vermuten lässt: ein Geviert, extra mit Wall und Graben umgeben, das feste Haus des Bergbauverantwortlichen.

      Das gesamte Bergbauareal, ca. 10.000 m² umfassend, weist zahlreiche Pingen auf und die einstmalige Position von Grubenhäusern wird erkennbar.

      Dieses Gebiet ist stark zerklüftet und weist drei große Pingen über dem Martin-Römer-Stolln liegend sowie mehrere kleine Pingen und haldenähnliche Erhebungen auf. In der nordwestlichen Ecke des Areals findet sich ein separat umwallter Bereich von 15 m mal 20 m, in welchem durch archäologische Untersuchungendie Reste eines eingetieften Gebäudes (Grubenhaus) sowie Keramikfragmente nachgewiesen werden konnten.

       

    • Engländerstolln