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Als „St. Katharinenberg im Buchholz“ gegründet, entwickelte sich Buchholz dank der Förderung seiner Bodenschätze zu einer kleinen Bergbausiedlung. Von der Zeit des Silbererzbergbaus zeugt die Buchholzer Hallenkirche mit ihrem kulturhistorisch bedeutenden Bergaltar. Auch der Hauptaltar des Annaberger Franziskanerklosters befindet sich hier. Ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert stammt der durch zwei Felsplatten markierte ehemalige Richtplatz inmitten des Bergbaugebietes. In der letzten Phase des Bergbaus entstanden durch die Uranerzgewinnung zudem Terrakonikhalden (Spitzkegelhalden), die im Erzgebirge nur noch hier erhalten sind.

  • Hauptelemente
  • Interaktive Karte
  • Grube Alte Thiele

    Südlich der Galgenhöhe, der Buchholzer Richtstätte, lag das Grubengebiet der Alten und der Flachen Thiele. Der Bergbau erfolgte in diesem Gebiet zunächst auf Seifenzinn. Die Spuren finden sich in Form von Raithalden im Buchholzer Stadtwald wieder. Spätestens im 16. Jahrhundert wurden auch die anstehenden Zinnerzgänge abgebaut. Die Gruben wurden nach den Hauptgewerken, der Familie Thiele, benannt. Der mit Unterbrechungen betriebene Zinnerzbergbau wurde 1801 eingestellt.

    • Pingen und Raithalden Alte Thiele

      Die sich über große Gebiete erstreckenden Raithalden sind Zeugnisse des Zinnerzbergbaus im Buchholzer Stadtwald. Das Waldgebiet bezeichnete man deshalb als Seifenwald. Bei diesen Halden handelt es sich um unregelmäßige mehrere Meter hohe heute meist baumbestandene und bewachsene Halden. Sie sind Zeugnis des bereits im 15. Jahrhundert auf Zinnstein betriebenen Seifenbergbaus. Ausgehend von den Zinnseifen entdeckte man die Gangerzlagerstätten, die man auch mit dem Abbauverfahren Feuersetzen in die Tiefe verfolgte. Von den dabei entstandenen großen untertägigen bis in 112 m Tiefe reichenden Abbauen zeugen die langgestreckten Pingen der Alten und der Flachen Thiele. Die größte Pinge innerhalb eines Pingenzuges ist etwa 70 m lang, 4-10 m breit und bis 15 m tief.

  • Buchholzer Richtplatz

    Der Richtplatz der Stadt Buchholz befand sich südwestlich der Stadt am Galgenberg. An den Standort der ehemaligen Richtstätte erinnern neben dieser Bezeichnung die Galgensteine. Dabei handelt es sich um einen großen Felsen, der zahlreiche Buchstaben und Jahreszahlen aus dem 15./16. Jahrhundert aufweist.

    • Buchholzer Richtplatz

      Der Richtplatz der Stadt Buchholz befand sich südwestlich der Stadt am Galgenberg. An den Standort der ehemaligen Richtstätte erinnern neben dieser Bezeichnung die Galgensteine. Dabei handelt es sich um einen großen Felsen, der zahlreiche Buchstaben und Jahreszahlen aus dem 15./16. Jahrhundert aufweist. Etwas südlich des Felsens wurden weitere Buchstaben und Jahreszahlen aus dem16. Jahrhundert in den anstehenden Fels eingeschlagen. Die Kürzel bezeichnen Umbauten an der Richtstätte bzw. benennen die zu diesem Zeitpunkt zuständigen Richter.

  • Terrakonikhalden Schacht 116

    Die zwei landschaftsprägenden Kegelhalden sind markante Zeugen des intensiven Uranerzbergbaus Mitte des 20. Jahrhunderts auf Buchholzer Flur. Die Halden stammen aus der kurzen und nur ein Jahrzehnt anhaltenden Erkundungs- und Gewinnungsperiode im Schacht 116, der eine Gesamttiefe von 186,7 m erreichte und 1957 stillgelegt wurde.

    • Terrakonikhalden von Schacht 116

      Die landschaftsprägende Doppelkegelhalde und eine im Gelände weniger auffällige südwestlich gelegene große Tafelhalde sind markante Zeugen des intensiven Uranerzbergbaus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf Buchholzer Flur. Sie gehören zu dem um 1948 bis in 186,7 m Tiefe niedergebrachten Schacht 116. Bei den beiden stumpfkegligen Terrakonikhalden handelt es sich um charakteristische Bergbauhalden des Uranerzbergbaus, deren Form aus der Ablagerung mit einem Schrägaufzug resultiert. Während solche Halden in der Zeit des Uranerzbergbaus prägend für die betreffenden Regionen waren, gehören dieDoppelkegelhalden zu den wenigen erhaltenen Sachzeugen ihrer Art. Die derzeit unbewachsenen Halden haben einen natürlichen Schüttungswinkelvon 30 bis 45°. Die größere der beiden Halden hat einen Durchmesser von 60 m und eine Höhe von etwa 30 m, die nordöstlich angrenzende kleinere Halde einen Durchmesser von 40 m und eine Höhe von etwa 20 m. Der Schacht und die Tagesgebäude befanden sich nordöstlich der Terrakonikhalden. Trotz der inzwischen abgeschlossenen Sanierung des Haldengeländes, einer teilweisen Neuprofilierung der Halden und dem vollständigen Abriss der ehemaligen Tagesgebäude sind sie dessen ungeachtet originale und zugleich landschaftsprägende Sachzeugendes historisch bedeutsamen Uranerzbergbaus.