Die sich über große Gebiete erstreckenden Raithalden sind Zeugnisse des Zinnerzbergbaus im Buchholzer Stadtwald. Das Waldgebiet bezeichnete man deshalb als Seifenwald. Bei diesen Halden handelt es sich um unregelmäßige mehrere Meter hohe heute meist baumbestandene und bewachsene Halden. Sie sind Zeugnis des bereits im 15. Jahrhundert auf Zinnstein betriebenen Seifenbergbaus. Ausgehend von den Zinnseifen entdeckte man die Gangerzlagerstätten, die man auch mit dem Abbauverfahren Feuersetzen in die Tiefe verfolgte. Von den dabei entstandenen großen untertägigen bis in 112 m Tiefe reichenden Abbauen zeugen die langgestreckten Pingen der Alten und der Flachen Thiele. Die größte Pinge innerhalb eines Pingenzuges ist etwa 70 m lang, 4 bis 10 m breit und bis 15 m tief.

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