Erbaut 1545, blieb es als einziges von insgesamt fünf Stadttoren erhalten. Bis 1684 läutete hier eine so genannte Bergglocke zum Schichtwechsel. Nach 1684 kam sie in den Kirchturm. Die Außenseite des Tores zeigt noch die Falze für das frühere Fallgitter. Im Tordurchgang sind Ringe für das innere und äußere Tor zu sehen, an denen die Torangeln befestigt waren. Das an das Tor angebaute, heutige Schnitzerheim, diente als Wachstube. Die Wächter patrouillierten auf der Stadtmauer und es gab, jahreszeitlich bedingt, unterschiedliche Öffnungszeiten der Stadttore. Der Torturm enthält vier Etagen. Sie beherbergten von 1966 bis 2006 ein Heimatmuseum, das sich seitdem als Museum sächsisch-böhmisches Erzgebirge im Bergmagazin befindet. Heute wird der Turm für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

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