Der ebenfalls in seiner Grundsubstanz aus dem 16. Jahrhundert stammende Neuhammer befindet sich linksseitig der Flöha. Seine Inbetriebnahme erfolgte 1586. In einer der Flöha zugewandten Radstube befanden sich zwei Wasserräder von etwa 8,5 m Durchmesser. Ein Wasserrad betrieb die drei unterschiedlich großen Schwanzhämmer, ein zweites Wasserrad betätigte den doppelten Blasebalg am Schmiedefeuer. Ein zweiter kleinerer Blasebalg wurde manuell betätigt. Er diente zum Anwärmen kleinerer Schmiedestücke. Ein separater Raum im Erdgeschoss diente ursprünglich als abschließbares Kupferlager. Auf den Ambossstöcken der drei unterschiedlichen Schwanzhämmer befanden sich entsprechende Ambosse. Die noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts betriebsfähige technische Einrichtung des Hammers wurde 1960 in den Althammer umgesetzt. Das obere in Fachwerk möglicherweise erst später aufgestockte Gebäude enthielt neben Verwaltungsräumen auch die Wohnung des Kupferschmiedes.

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