Das Treibehaus gehörte ursprünglich, neben der Langen Hütte und der Garhütte, zu den wichtigen Hüttengebäuden beim technologischen Gesamtprozess des Saigerns und der Weiterverarbeitung der Produkte insbesondere der Weiterverarbeitung des beim Saigerprozess nunmehr an Blei gebundenen Silbers. In der Treibehütte befand sich ein großer Treibeherd, der von zwei Blasebälgen die zum Treiben erforderliche Luft erhielt. Der Antrieb beider Bälge erfolgte durch ein Wasserrad. Im Treibehaus befanden sich neben verschiedenen Aufbewahrungskammern ein Laboratorium, eine Badestube, zeitweise auch die (Kupfer-) Münzstätte der Saigerhütte. Mit der Einstellung des Saigerverfahrens entfiel der Treibeprozess und das Gebäude wurde als Lager, ab 1886 als Gießerei genutzt. Bei einem Brand im Jahre 1903 wurde das Treibehaus eingeäschert und an seiner Stelle nachfolgend ein neues modernes Gießereigebäude erbaut.

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