Die zwischen 1502 und 1511 erbaute Kirche befindet sich an der Nordwestseite des Annaberger Marktplatzes. Die Bergkirche St. Marien ist die einzige, ausnahmslos durch eine Knappschaft finanzierte Kirche des Erzgebirges. Bezahlt wurde der Bau durch die Büchsenpfennige der Annaberger Knappschaft. Bis zum Ende des Bergbaus im Annaberger Revier diente die Bergkirche ausschließlichden Andachten der Bergleute sowie Berggottesdiensten zu Bergquartalen und an Bergfeiertagen. Die Bergkirche wurde mehrfach bei Bränden zerstört. Die heutige Gestalt der Bergkirche geht auf das Jahr 1736 zurück. Zum bemerkenswerten historischen Inventar der Kirche gehören unter anderem die Bergmannskanzel und das historische Knappschaftsgestühl. Die seit der der Neueröffnung 2005 in der Kirche gezeigte Bergmännische Krippe ist das bergmännisch-historische Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Im Ersten Weltkrieg wurde die historische Bergglocke eingeschmolzen. Im Jahr 1996 wurde eine neue Glocke geweiht. Im Jahr 2005 wurde die Bergkirche nach einer umfassenden Sanierung wieder eröffnet.

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