Sächsisch-tschechische Zusammenarbeit

Seit 2003 arbeiten Initiativen beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze eng an der Realisierung des Welterbe-Projektes zusammen. Die Auswahl der nominierten Objekte erfolgte bis 2012 im Rahmen grenzübergreifender EU-Projekte.

Für die Erarbeitung des Welterbeantrags wurde im Frühjahr 2012 eine sächsisch-tschechische Arbeitsgruppe (Mixed Working Group) mit Experten beider Regionen ins Leben gerufen. Auf ministerieller Ebene entscheidet eine sächsisch-tschechische Steuerungsgruppe mit Vertretern beider Ministerien und untergeordneter Fachbehörden über die Gesamtvorgehensweise.

Die positive Zusammenarbeit wird im Management der künftigen Welterbestätte „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří“ fortgesetzt. Folgende Struktur ist dafür vorgesehen:

Bilaterale Steuerungsgruppe

Auf ministerieller Ebene wird eine bilaterale Steuerungsgruppe in Übereinstimmung mit den Richtlinien § 135 eingerichtet. An den jährlich stattfindenden Treffen der Steuerungsgruppe nehmen Vertreter aus den zuständigen Ministerien der Vertragsstaaten, der bilateralen Beratungsgruppe sowie der nationalen Verwaltungsstellen teil.

Die Aufgaben der Steuerungsgruppe umfassen u.a. die Vertretung der jeweiligen Staatsinteressen, die gegenseitige Information, die Koordinierung, die strategische Planung, Fragen der Finanzierung gemeinsamer Projekte zur Vermittlung der Welterbestätte in der (Fach-)Öffentlichkeit und Bestätigung der aktualisierten Fassungen des grenzübergreifenden Managementplans.

Bilaterale Beratungsgruppe

Auf regionaler Ebene wird eine bilaterale Beratungsgruppe (BBG) eingerichtet, die für die Koordinierung aller gemeinsamen Angelegenheiten zuständig ist.

Sie setzt sich aus Vertretern der Ministerien, der Denkmalbehörden, Fachinstitutionen sowie Vertretern der nationalen Verwaltungsstellen (Welterbeverein, Montanregion o.p.s.) zusammen.