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Die Landschaft um Frohnau wurde über hunderte von Jahren vom Bergbau geprägt. Im 15. Jahrhundert begann der Bergbau auf Silbererze. Ab dem 18. Jahrhundert dominierte der Abbau von Wismut, Kobalt und Nickelerzen. Der Markus-Röhling-Stolln entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Stolln in der Region. Im Tal der Sehma befindet sich der Frohnauer Hammer. Bereits 1907 als erstes Technisches Denkmal in Deutschland unter Schutz gestellt, repräsentiert er mit seiner vollständigen technischen Ausstattung die Verarbeitung verschiedener Metalle im Erzgebirge.

  • Hauptelemente
  • Interaktive Karte
  • Historische Altstadt Annaberg

    Die planmäßige Gründung der bedeutenden Bergstadt begann Ende des 15. Jahrhunderts. Mit den Erträgen des intensiven Silbererzbergbaus konnten viele Bauwerke errichtet werden. Sakrale und profane Bauten entstanden, so etwa die Bergkirche St. Marien, das Rathaus oder prächtige Bürgerhäuser. Die spätgotische Hallenkirche St. Annen ist ein einzigartiges Baudenkmal und beherbergt zahlreiche kulturhistorische Kunstschätze, wie zum Beispiel den berühmten Bergaltar von Hans Hesse. Zudem wirkten mit dem Mathematiker Adam Ries, Münzmeister Lazarus Ercker und der Montanunternehmerfamilie Uthmann bedeutende Persönlichkeiten des Montanwesens in der Bergstadt.

    • St. Annenkirche

      Die Annaberger Stadtkirche ist eines der bedeutendsten, spätgotischen Bauwerke Sachsens. Die für die Gotik charakteristischen aufragenden Gewölbeelemente werden in der St. Annenkirche durch neue Formen sowie leichte Gewölbevarianten ersetzt. Sowohl bei den Altären als auch bei verschiedenen Bauelementen sind bereits Renaissanceelemente erkennbar. Im planmäßig angelegten Stadtgrundriss war bereits ein exponierter Standort für die zukünftige Stadtkirche festgelegt. Die Grundsteinlegung der steinernen Kirche erfolgte im Jahre 1499. Die Kirche weist einige bautechnische Besonderheiten auf. Sie ist als dreischiffige Hallenkirche erbaut, ihre Pfeiler haben keine tragende Funktion. In der Dachkonstruktion werden die vom Dach ausgehenden Kräfte senkrecht auf die Außenmauern der Kirche abgeleitet. Herausragend ist das 1518 gefertigte Portal zur Alten Sakristei, das als eines der ältesten Renaissanceportale in Sachsen gilt. In den zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts wurden die Altäre aufgestellt. Im Jahr 1525 wurde der Bau der St. Annenkirche vollendet. In den folgenden Jahrhunderten erfolgten mehrere Veränderungen an der Bausubstanz. Nach umfangreichen Sanierungen zeigt sich die St. Annenkirche heute wieder im ursprünglichen Zustand des 16. Jahrhunderts. In der Kirche befinden sich zahlreiche Epitaphe, auch von bekannten Persönlichkeiten des Montanwesens. 

    • Stadtmauer der Historischen Altstadt

      Die Stadtbefestigung bestand aus der annähernd 2,5 km langen Stadtmauer, fünf Toren, zwei Pforten und 19 Türmen. Der Bau der Stadtbefestigung wurde 1503 begonnen und war 1540 vollendet. Finanziert wurde sie zum großen Teil durch die städtischen Bergwerksanteile. Die Stadtmauer bestand aus mit Kalk gemauerten Bruchsteinen. Sie hatte fünf Stadttore, nämlich das Böhmische Tor, das Buchholzer Tor, das Frohnauer Tor, das Mühltor und das Wolkensteiner Tor. In die Stadtmauer integriert waren das am BöhmischenTor gelegene Malzhaus, der Pulverturm, der Schlachthof und das Kornhaus. Bestandteil der Verteidigungsanlagen war im Südosten der eingebundene Schutzteich, vormals auch als Pferdeteich bezeichnet. Von der Stadtmauer sind gegenwärtig noch längere Abschnitte vorhanden. Zudem sind mehrere der im 19.Jhrdt. baulich umgestalteten, teils als Wohngebäude genutzte Wehrtürme erhalten. Im Zusammenhang mit dem teilweisen Abbruch der Stadtmauer steht die Errichtung der städtischen Promenaden.

    • Ruine des Franziskanerklosters

      Das ehemalige Franziskanerkloster wurde 1502-12 errichtet. Bei dem Klosterbau handelte es sich ursprünglich um ein von vier hohen Gebäuden bzw. Klostermauern vollständig umschlossenes Areal. Den Hauptzugang zur Kirche des Klosters bildete die „Schöne Tür“, vormals auch „GoldenePforte“ genannt. Unmittelbar an das Kloster grenzte der bis zur Stadtmauer und zum Klosterpförtchen reichende Klostergarten. Bereits im Jahr 1539 erfolgte die Säkularisierung. Verschiedene kunsthistorische Objekte sowie die Klosterbibliothek haben sich erhalten. Im Jahr 1577 setzte man die„Schöne Tür“ von der inzwischen baufälligen Klosterkirche in die St. Annenkirche um. Der Hochaltar der Klosterkirche ist heute der Hauptaltar der St. Katharinenkirche in Buchholz. Anfang des 19. Jhrdts. erfolgten umfangreiche Abrissarbeiten. Heute sind vom Kloster lediglich eine Chorwand der Klosterkirche mit sechs Fensteröffnungen, die Reste der Umfassungsmauern sowie verschiedene Kelleranlagen erhalten.

    • Bergkirche St. Marien

      Die zwischen 1502 und 1511 erbaute Kirche befindet sich an der Nordwestseite des Annaberger Marktplatzes. Die Bergkirche St. Marien ist die einzige, ausnahmslos durch eine Knappschaft finanzierte Kirche des Erzgebirges. Bezahlt wurde der Bau durch die Büchsenpfennige der Annaberger Knappschaft. Bis zum Ende des Bergbaus im Annaberger Revier diente die Bergkirche ausschließlichden Andachten der Bergleute sowie Berggottesdiensten zu Bergquartalen und an Bergfeiertagen. Die Bergkirche wurde mehrfach bei Bränden zerstört. Die heutige Gestalt der Bergkirche geht auf das Jahr 1736 zurück. Zum bemerkenswerten historischen Inventar der Kirche gehören unter anderem die Bergmannskanzel und das historische Knappschaftsgestühl. Die seit der der Neueröffnung 2005 in der Kirche gezeigte Bergmännische Krippe ist das bergmännisch-historische Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Im Ersten Weltkrieg wurde die historische Bergglocke eingeschmolzen. Im Jahr 1996 wurde eine neue Glocke geweiht. Im Jahr 2005 wurde die Bergkirche nach einer umfassenden Sanierung wieder eröffnet.

    • Marktplatz der Historischen Altstadt

      Der große trapezartige Annaberger Marktplatz zeichnet sich durch eine allseitig geschlossene, meist dreigeschossiger Bebauung aus. Durch Baumaßnahmen nach den großen Stadtbränden wird das Erscheinungsbild der Häuser von den jüngeren Fassaden der oft im Kern älteren Häuser bestimmt. Die Marktansicht prägt das große an der nordwestlichen Seite gelegene Rathaus. In der gleichen Gebäudefront befindet sich das Traditionshotel Wilder Mann. Die zum Marktplatz führende Wolkensteiner Straße und ihre Fortsetzung, die Buchholzer Straße, verläuft unmittelbar an der südöstlichen Marktplatzseite. Die von der St. Annenkirche zum Markt führende Große Kirchgasse findet ihre Fortsetzung an der südwestlichen Seite des Marktplatzes. Die zum Markt führende Klosterstraße findet ihre Fortsetzung an der nordwestlichen Marktseite und führt vom Markt etwas im nordöstlich Richtung versetzt als Kleine Kirchgasse ebenfalls zur St. Annenkirche. Auf dem Markt befindet sich das im Jahr 2002 als Kopie aufgestellte Brunnendenkmal, das an BARBARA UTHMANN erinnert. Unmittelbar dem Rathaus gegenüber befindet sich das Traditionshotel„Erzhammer“.

    • Annaberger Rathaus

      Das große Annaberger Rathaus gehört zu den prächtigen Profanbauten der Bergstadt. Das Rathaus befindet sich an der Nordostecke des Marktplatzes. Es wurde zwischen 1535 und 1538 errichtet, nachfolgend durch Brände mehrfach zerstört. 1731 wurde für das neu zu erbauende Rathaus durch den Dresdner Hofarchitekten JOHANN CHRISTIAN NAUMANN (*1664 †1742) ein Entwurf erarbeitet, den man mit dem Bau 1752 nur teilweise umsetzte. Sehenswert sind neben den Resten des steinernen Wendeltreppenturmes aus dem16. Jahrhundert, vor allem die Gewölbe im Erdgeschoss und das rekonstruierte Bergmeisterzimmer. In letzterem finden sich neben bedeutenden Wappendarstellungen auch Darstellungen von Bergleuten aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahr 2002 erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten.

    • Annaberger Bergamt

      Bei dem Bergamt Annaberg handelt es sich um ein dreistöckiges Reihenhaus in der Großen Kirchgasse, der Verbindungsstraße zwischen Marktplatz und St. Annenkirche. Das Bergamt besitzt eine im barocken Stil bemalte Fassade. Auf dem Satteldach des Gebäudes befinden sich aufgebaute Dachhäuschen. Im Hausflur haben sich die originalen Gewölbe erhalten.

    • Bergmagazin

      Das Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Klostergeländeerbaute Annaberger Bergmagazin ist ein massiver dreigeschossiger Bau mit ausgebautem Dachgeschoss. Es diente als Bergmagazin ursprünglich vorrangig für die Einlagerung von Getreide aber auch anderer Produkte. Im Eingangsbereich des Erdgeschosses haben sich die originalen Gewölbe erhalten. Trotz des umfangreichen Umbaus des ehemaligen Speichergebäudes, ist der massive charakteristische Baukörper dieses vormaligen Speicherbaus erhalten.

    • Adam-Ries-Haus

      Bei dem kleinen zweigeschossigen Reihenhaus handelt es sich um das 1496/97 erbaute Haus des Rechenmeisters ADAM RIES (*1492 †1559). Das in späterer Zeit mehrfach umgebaute Gebäude wurde im 16. Jahrhundert als Wohnhaus und Rechenschule genutzt. In den Jahren 1981-83 sowie 2010 wurde es umfassend saniert und ab 1984 als Museum genutzt.

    • Gasthaus Wilder Mann

      Das Gebäude wurde im Jahr 1507 als Wohnhausdes kurfürstlichen Berg- und Münzmeisters ALBRECHT VON SCHREIBERSDORF errichtet. Etwa 100 Jahre später, seit 1604, diente es als Gasthof. Im 18. Jahrhundert erfolgte ein Zusammenschluss mit dem benachbarten Gebäude. 1835 setzte man ein drittes Stockwerk auf. Die Umgestaltung der Fassade erfolgte 1920. Bei dem Gebäude handelt es sich heute um einen gestreckten Baukörper mit zwölf Achsen und einem Walmdach. Das Erdgeschoss besitzt verschiedene gewölbte Räume, der Flur des Hauses besitzt ein Zellengewölbe. Im Gastraum befindet sich eine aufwändig gestaltete Holzbalkendecke.

    • Stadtbibliothek (ehem. Gasthaus Goldene Gans)

      Um 1500 wurde durch HANS STRUNTZ ein großes steinernes eingeschossiges Gebäude erbaut. Es erhielt im Erdgeschoss ein bemerkenswertes Zellengewölbe. Nur wenige Jahre nach dem Bau des Hauses, 1508, wird als neuer Besitzer der Bergbauunternehmer LORENZ PFLOCK genannt. Unter ihm wurde das Haus erweitert. Zu den Besitzern des Hauses gehörte später auch die FAMILIE UTHMANN. Nach 1847 wurde auf das zweistöckige Gebäude ein drittes Stockwerk aufgesetzt. Seit 1935 beherbergt dieses Gebäude eine Bibliothek, die heutige Stadt- und Kreisbibliothek. Das dominante Gebäude besitzt ein Eingangsportal mit einem Spitzbogen und der früher als Durchfahrt genutzten Eingangshalle. Von dieser zweigt der Zugang zum Treppenhaus seitlich ab. Die Räume des Erdgeschosses sind durch die genannten Zellen- und Sterngewölbe gekennzeichnet. Ebenfalls gewölbt ist dasTreppenhaus. Das Obergeschoss besitzt eine historische Kassettendecke. Die Türen bzw. Abgänge besitzen Portale mit Stabgewänden.

    • Lazarus-Ercker-Haus

      Bei diesem Haus handelt es sich um ein großes, massives, in seinen Grundmauern spätestens aus dem 16. Jahrhundert stammendes zweigeschossiges Bürgerhaus. Es besitzt starke, auf historischen Kellergewölben aufgesetzte Grundmauern. Das nach Bränden ebenfalls mehrfach in Mitleidenschaft gezogene Haus wurde später neu aufgebaut und entsprechend baulich verändert. Bedeutendster Besitzer dieses Hauses soll der in Annaberg geborene LAZARUS ERCKER (*(um) 1528 †1594) gewesen sein. Der als Münzmeister und Guardein in Dresden, später in Kuttenberg (Kutná Hora - Böhmen) sowie in Goslar tätige ERCKER gehört zu den bedeutendsten Söhnen der Bergstadt Annaberg. Internationale Bekanntheit erlangte er durch sein in zahlreichen Auflagen weit verbreitetes und erstmalig 1574 erschienenes Probierbuch: Beschreibung der allerfürnemsten Mineralischen Erzt und Bergwerksarten.

  • Bergbaulandschaft Frohnau

    Die Bergbaulandschaft Frohnau ist ein ausgedehntes Haldengebiet mit kleinen, den untertägigen Erzgängen folgenden Aufschüttungen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, größeren, ab dem 18. Jahrhundert angelegten Zentralschachthalden sowie großen Haldenablagerungen aus der Zeit des Uranerzbergbaus. Die ursprünglich zu den Schächten gehörigen Tagesgebäude haben sich mit Ausnahme des Bereiches der Grube Malwine und der Grube Markus Röhling nicht erhalten. Über das Mundloch des Stollns 81 erfolgt der Zugang zum Besucherbergwerk Markus-Röhling. Südlich vom diesem befindet sich das Mundloch des eigentlichen Stollns, der eine Gesamtausdehnung von etwa 8,6 km besitzt.

    • Frohnauer Gruben
    • Markus-Röhling-Stolln

      Bei einem Besuch in unserem Bergwerk können Sie nach etwa 600 m Fahrt mit der Grubenbahn eindrucksvolle Zeugnisse aus der Zeit des Silber- und Kobaltbergbaus von 1733 bis 1857 und des Uranbergbaus der SAG Wismut besichtigen. Die Hauptattraktion ist sicherlich das 9 m hohe Kunstrad, welches von den Mitgliedern des Vereins Altbergbau originalgetreu und voll funktionsfähig nachgebaut wurde. Und bei einem kleinen Rundgang über das Gelände des Bergwerkes findet man noch viele Originalmaschinen des Wismutbergbaus.

      Bestandteil des untertägigen Besucherbergwerks sind eine Vielzahl von Maschinenräumen und Radstuben sowie verschiedene Auffahrungen und Abbaue aus allen Bergbauperioden. Das Besucherbergwerk ist durch den Stolln 81 aufgeschlossen. Dieser wurde im Zusammenhang mit dem Uranerzbergbau der letzten Bergbauperiode angelegt. Er stand als Richtstrecke mit den neu abgeteuften Schächten 79 und 117 in unmittelbarer in Verbindung. Der nur teilweise touristisch erschlossene Querschlag besitzt eine Gesamtlänge von 903 m. Gegenwärtig kann der vordere Teil des Querschlags mit einer Grubenbahn befahren werden. Das neu ausgemauerte Mundloch des Stollns 81 ist zugleich Zugang zum Besucherbergwerk. Südlich vom diesem befindet sich das historisch bedeutsame Mundloch des Markus Röhling Stollns, der ursprünglich als St. Anna Stolln angelegt wurde und eine Gesamtausdehnungvon etwa 8,6 km besitzt. Die Mundlochmauerung des Stollns stammt aus dem Jahre 1831. Im Außenbereich am Besucherbergwerk befindet sich übertägig ein Technikpark. Das im Tal der Sehma erbaute Huthaus dient dem Besucherbergwerk als modernes Funktionsgebäude.

    • Frohnauer Hammer

      Der Frohnauer Hammer gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten des Erzgebirges.

      Er ist das älteste Schmiedemuseum Deutschlands (seit 1910), hervorgegangen aus einer im Mittelalter errichteten Getreidemühle. 1621 erfolgte der Umbau zu einem Hammerwerk. Bis 1904 wurden hier Werkzeuge für Bergbau und Landwirtschaft hergestellt.

      Der Museumsrundgang führt die Besucher zuerst in das historische Hammerwerk, wo der kleine Hammer und die Blasebälge in Funktion vorgeführt werden. Im Obergeschoss zeigt eine Ausstellung die Erzeugnisse, die einst hier gefertigt wurden. Die Präsentation in der gegenüberliegenden Volkskunstgalerie widmet sich der bergbaulichen Thematik und der Volkskunst des Schnitzens. Der Rundgang schließt im 1697 fertiggestellten Herrenhaus. In den Wohnräumen der ehemaligen Hammermeisterfamilie Martin erklärt und zeigt eine Klöpplerin die traditionelle Technik des erzgebirgischen Spitzenklöppelns.

    • Mundloch Markus-Röhling-Stolln

      Das neu ausgemauerte Mundloch des Stollns 81 ist zugleich Zugang zum Besucherbergwerk Markus Röhling. Südlich vom diesem befindet sich das historisch bedeutsame Mundloch des Markus Röhling Stollns, der ursprünglich als St. Anna Stolln angelegt wurde und eine Gesamtausdehnung von etwa 8,6 km besitzt. Die Mundlochmauerung des Stollns stammt aus dem Jahre 1831.

    • Ruine des Pulverhauses der Grube Markus Röhling

      Um 1768 wurde gleichzeitig mit den Huthaus das Pulverhaus der Fundgrube "Markus Röhling" erbaut.

      Das Pulverhaus liegt ca. 150 Meter in nördlicher Richtung vom Huthaus entfernt.

      Im Pulverhaus wurde das Schwarzpulver zum Sprengen untertage gelagert.

    • Halde des Treibeschachtes der Grube Markus Röhling

      Die Bergbaulandschaft Frohnau ist ein ausgedehntes Bergbaugebiet, das über- und untertägig von zahlreichen montanhistorischen Sachzeugen geprägt ist. Dazu gehören die ausgedehnte Haldenlandschaft mit kleinen, den Erzgängen folgenden Halden aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, den größeren, ab dem 18. Jahrhundert angelegten Zentralschachthalden sowie den großen Halden des ehemaligen Uranerzbergbaus des 20. Jahrhunderts. Die Halden unterscheiden sich in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Beschaffenheit durch das abgelagerte Material und den Bewuchs. Größtenteils sind sie strauch- und baumbestanden. Die ursprünglich zu den Schächten gehörigen Tagesgebäude haben sich mit Ausnahme des Bereiches der Grube Malwine und der Grube Markus Röhling nicht erhalten. Auf bzw. bei der großen Halde des Treibeschachtes der Grube Markus Röhling befindet sich der historische Gebäudekomplex, bestehend aus der ehemaligen Bergschmiede, dem Huthaus und der etwas abseits gelegenen Ruine vom Pulverhaus.

    • Frohnauer Hammer - Hammerherrenhaus

      Das gegenüber dem Hammerwerk befindliche Herrenhaus wurde 1697 erbaut. Die Jahreszahl ist im Schwellenbalken über der Eingangstür sichtbar. Das Gebäude hat im Erdgeschoss ein Bruchsteinmauerwerk, darauf ein Fachwerkobergeschoss mit Andreaskreuzen. Das Walmdach ist mit Schiefer gedeckt und mit mehreren Gaupen bestückt.

    • Frohnauer Hammer - Werkstattgebäude

      Der Frohnauer Hammer besteht aus dem Eisenhammer mit Flutergraben, einem kleinen Werkstattgebäude und dem Herrenhaus. Das Hammerwerk ist aus einer Getreidemühle hervorgegangen, deren Ursprünge vermutlich bis in die Frühzeit des Dorfes Frohnau reichen. Nach dem Auffinden von Silbererzen wurde in einem Nebengebäude der Mühle 1498 eine Münzstätte eingerichtet, die dann 1501 oder 1502 in ein Haus am Annaberger Markt wechselte. Ende des 16. Jahrhunderts verfiel die Mühle. 1621 erfolgte ein grundlegender Umbau zu einem Hammerwerk, in dem kurzzeitig Silber, später Kupfer und schließlich Eisen geschmiedet wurde. 1692 brannte das Hammerwerk nieder und wurde kurz darauf wieder aufgebaut. 1904 endete der Betrieb des Hammerwerkes. Der 1907 gegründete Hammerbund erwarb ein Jahr später die Anlage und bereits 1910 konnte der Museumsbetrieb aufgenommen werden. Das durch Wasserkraft angetriebene Hammerwerk mit L-förmigem Grundriss ist ein aus Bruchsteinen gemauertes Gebäude mit schindelgedecktem Walmdach. Der Antrieb erfolgt durch das Wasser des Flusses Sehma, das rund 300 m oberhalb des Hammerwerkes durch ein Wehr in einen separaten Flutergraben geleitet wird.