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Die UNESCO-Liste des Welterbes

Es sind einzigartige Zeugnisse der Geschichte der Menschheit und der Natur, die mit dem Titel Welterbe ausgezeichnet werden. In die Liste aufgenommen werden sowohl Kulturdenkmäler, wie z.B. historische Bauten, Städteensembles, Industriedenkmäler und Kulturlandschaften, als auch Naturdenkmäler, wie geologische Fundstätten, Naturlandschaften und Schutzreservate.

Welterbestätten, die durch das gemeinsame Wirken von Mensch und Natur entstanden sind, werden seit 1992 in die neue Unterkategorie der Kulturlandschaften integriert. Bis heute wurden weltweit 1073 Kultur- und Naturerbestätten aus 167 Ländern in die Liste des Welterbes aufgenommen (Stand Juli 2017). Von den 1073 Stätten sind 832 als Kulturerbe und 206 als Naturerbe gelistet, 35 Stätten gehören sowohl dem Kultur-, als auch dem Naturerbe an.

In Deutschland gibt es 42 Welterbestätten, darunter 4 industrielle Welterbestätten. 1992 wurde in Deutschland als erste industrielle Welterbestätte das Erzbergwerk Rammelsberg und die Altstadt von Goslar in die Welterbeliste aufgenommen. 2010 wurde diese Welterbestätte um die Oberharzer Wasserwirtschaft, d.h. das historische Wasserversorgungssystem des Oberharzer Bergbaus, erweitert. 1994 erfolgte die Aufnahme der Völklinger Hütte im Saarland und 2001 die Aufnahme der Zeche Zollverein in Essen in die Welterbeliste der UNESCO. Als bislang letzte industrielle Welterbestätten in Deutschland wurden 2011 das Fagus-Werk in Alfeld und 2015 die Hamburger Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus in die Welterbeliste aufgenommen.

Fagus-Werk in Alfeld, UNESCO-Welterbe seit 2011
Fagus-Werk in Alfeld, UNESCO-Welterbe seit 2011 (©Fagus-GreCon)