24.03.2022

Spannende Ideen beflügeln Welterbe - Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ 2022 geht nach Schneeberg und Reinsberg

Sie sind spannend, kreativ und völlig unterschiedlich: die 15 Projekte, die für den zweiten Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ eingereicht worden sind. Jetzt hatte das Kuratorium, zu dem neben der Stadt Freiberg die Stadtwerke AG, die TU Bergakademie, der Silberstadt e.V, die VR-Bank Mittelsachsen eG sowie der Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge“ gehören, die schwere Aufgabe, die diesjährigen Preisträger zu wählen.

Der Förderpreis 2022 geht zu gleichen Teilen an zwei Projekte in der Montanregion: einen „Unter Tage-Escape-Room“ in Schneeberg sowie die neue Radroute "Tour´d Lichtloch RSSt“ bei Reinsberg. Dafür hat sich das Kuratorium in der vergangenen Woche (16. März) einstimmig ausgesprochen. „Ich bin sehr erfreut, dass nach der Premiere unseres Förderpreises, auch im zweiten Jahr so viele und sehr qualitätsvolle Vorschläge eingereicht worden sind, die unser Anliegen, die Montanregion noch bekannter zu machen, sehr befördern“, freut sich Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger. „Wir haben uns für zwei Projektskizzen entschieden, von denen wir uns sicher sind, dass sie überregional auf Interesse stoßen und den Aktivurlaub in unserer Region beflügeln.“

Preisträger Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ 2022

Holzbildhauer Lars Neubert mit seinem "Unter Tage-Escape-Room“, der in der Geschichte des Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí angesiedelt ist
Spielend und spannend durchs Welterbe: Verschiedene Escape-Räume - eingerichtet im zweietagigen Keller eines denkmalgeschützten Hauses in Schneeberg - sollen durch die Geschichte der Montanregion führen. Mit Rätseln aus dem Bereich Bergbau und dem Leben des Menschen mit und im Bergbau soll der Spieler zum Ziel geführt werden. Zielgruppen sind Familien aus der Region sowie Touristen.

Verein IV. Lichtloch des Rothschöberger Stollns e.V. mit der Radroute "Tour´d Lichtloch RSSt - die Dimensionen des Rothschönberger Stollns erfahren"
Radtour durchs Welterbe: Start jeweils am IV. Lichtloch. Eine Nord- und eine Südvariante sollen zusammen die Form einer Acht ergeben. Beide Radtouren sind getrennt voneinander erlebnisreich, für Trainierte auch zusammen absolvierbar. Die Touren verbinden u. a. Mundlöcher. Sowohl Ausgangspunkt wie auch Umkehrpunkte können nach Anmeldung besichtigt werden.
Dafür sollen Routen (in Varianten für Tourenrad und Mountainbike) mit bebilderten Tourenbeschreibungen, Kartenskizzen und GPS-Daten erstellt werden (gemeinsam mit ADFC Freiberg), ebenso Flyer und Website. Vorstellbar wären auch Hinweisschilder zur "Tour´d Lichtloch RSSt" an Radwegeknotenpunkten sowie mit QR-Code zur Website.  

Vergeben wird der Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ 2022 zum diesjährigen Welterbetag am Sonntag, 5. Juni, 14 Uhr in der Burgstraße 38 in Freiberg. Dort wird vom 2. bis 12. Juni eine Pop-Up-Galerie über erste Ideen zum Freiberger Welterbe-Besucherzentrum informieren.

Der Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ ist der jüngste Preis der Stadt Freiberg. Er ist im vergangenen Jahr erstmals vergeben worden: an die Kleinen Forscher an der TU Bergakademie mit ihrer Idee eines Welterbespiels, wie auch an Dr. Dieter Mucke aus Großschirma mit seinem Vorhaben, die Kurprinzer Bergwerkskanäle für Touristen zugänglich zu machen. Beide haben noch bis Ende dieses Jahres Zeit, ihre Vorhaben umzusetzen.

Der Förderpreis Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí, den der Freiberger Stadtrat im September 2020 bestätigt hatte, ist der einzige Preis der Stadt Freiberg, der über Ländergrenzen hinweg verliehen wird. Vergeben werden kann er auch für Projekte in Tschechien, die zur Montagregion gehören. Denn er soll der gesamten Welterbe-Region zu Gute kommen. Gefördert werden insbesondere Projekte und Vorhaben, die nicht nur die einzelnen Welterbestätten bekannter machen und somit die gesamte Region, sondern auch dazu beitragen, die Welterbestätten zu erhalten und sie weiter zu entwickeln.

Erhalten können den Förderpreis, der mit bis zu 5.000 Euro dotiert ist und zu dem eine Urkunde und eine Preistafel gehören, Einzelpersonen oder eine Gruppe, deren Mitglieder gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Die bis jeweils 31. Dezember jedes Jahres eingereichten Vorschläge dürfen weder prämiert noch durch eine andere Institution gefördert sein. Die Geehrten verpflichten sich mit Annahme des Preises, bis Ende des Folgejahres nach der Auszeichnung das Projekt zu verwirklichen und dem Kuratorium vorzustellen.

Quelle: www.freiberg/Welterbe

 

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