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05.10.2020

Schätze bestaunen und Steine klopfen

„Dem Glück auf! der Spur“ - Projektwoche am Förderzentrum „Clemens Winkler“ Brand-Erbisdorf

 

Was ist ein Pulverhaus, warum stehen die Halden in einer Reihe und wieso war das Wasser der größte Feind des Bergmanns? Den Antworten auf diese und andere Fragen rund um den Bergbau gingen letzte Woche die Schüler des Förderzentrums Clemens Winkler in Brand-Erbisdorf auf den Grund.

 

Unter dem Schuljahresmotto „Dem Glück auf! der Spur“ erkundeten die Schüler Ende September die Spuren des Bergbaus in Brand-Erbisdorf und Freiberg. Unterstützt vom Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.  ging es am 29. September ins Museum "Huthaus Einigkeit", welches - fast in Sichtweite der Schule - für viele Schüler schon ein Begriff war. Auf einer kleinen Wanderung durch das Goldbachtal hieß es: „Augen offen halten“! An neun Stationen waren Rätsel zum Thema Bergbau versteckt.

Im Museum "Huthaus Einigkeit" zeigte Museumsleiter Thomas Maruschke, wie die Bergleute arbeiteten und welche Aufgaben schon Kinder im Bergbau verrichten mussten. Im Anschluss an die Führung konnten die Schüler dann noch einmal selbst aktiv werden. Auf dem Museumsgelände waren dann Kraft und Geschick gefordert. Bei der Arbeit mit Schlegel und Eisen konnten sich alle noch einmal selbst als Bergmann ausprobieren.

Außerdem standen im Rahmen der Projektwoche noch zwei weitere spannende Termine in Freiberg an. Die Kinder machten sich in der Terra Mineralia auf die Suche nach den Schätzen, die die Bergleute aus der Tiefe bargen. Und bei der Einfahrt in das Lehr- und Besucherbergwerk „Reiche Zeche“ ging es dann mit dem Förderkorb hinab in die Tiefen des Berges. Die Sparkassen-Stiftung für Kunst und Kultur der Sparkasse Mittelsachsen unterstützte die Schule bei der Durchführung dieses Projekttages. 

Die Haldenlandschaft im Goldbachtal und das Museum Huthaus Einigkeit in Brand-Erbisdorf sind Teile der Bergbaulandschaft Freiberg. Diese bildet gemeinsam mit 21 weiteren Bestandteilen das UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Davon befinden sich 17 auf sächsischer und fünf auf tschechischer Seite. Die ausgewählten Bergbaulandschaften repräsentieren mit ihren montanen Denkmalen, Natur- und Kulturlandschaften die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus.

Schulprojekte, in denen das Thema UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří im Mittelpunkt steht, sind ein wichtiger Teil der Welterbe-Vermittlung. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich dafür gern an den Welterbeverein wenden.