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03.06.2014

Welterbekonvent: Zusammenarbeit im Welterbe-Projekt wird fortgesetzt

Der Welterbekonvent Erzgebirge hat am Dienstagvormittag in seiner 11. Sitzung in Aue die Fortführung der Projektzusammenarbeit bis Ende 2015 beschlossen. Ab 2016 soll dann der zu gründende Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.“ die Trägerschaft übernehmen.

Nachdem die im Jahr 2000 ins Leben gerufene Welterbe-Projektgruppe am Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) an der TU Bergakademie Freiberg im Dezember 2001 mit einer Studie das Potential für die Aufnahme der Montanregion Erzgebirge als Kulturlandschaft in die Welterbeliste bestätigt hatte, konnte das Vorhaben Schritt für Schritt realisiert werden. 

2003 wurde zur ideellen und finanziellen Unterstützung des Projekts der Förderverein Montanregion Erzgebirge e.V.  gegründet. Noch im selben Jahr wurden die ersten Kontakte nach Tschechien geknüpft.

Zwischen 2007 und 2012 erfolgte die Auswahl und Beschreibung der vorgesehenen Welterbe-Objekte im sächsischen und tschechischen Teil der Region durch sogenannte Umsetzungsstudien u.a. im Rahmen eines grenzübergreifenden EU-Förderprojektes.

Mit der Gründung einer gemeinnützigen Trägergesellschaft unter Beteiligung der zwei Bezirke auf tschechischer Seite im Jahr 2010 (Montanregion Krušné hory – Erzgebirge gGmbH) und der Übernahme der Trägerschaft ein Jahr später auf sächsischer Seite durch drei Landkreise und 35 Kommunen (Welterbekonvent Erzgebirge) wurde die Organisation und Finanzierung der Antragsphase in die Verantwortung der Region gelegt.

Seit 2012 erstellte die Projektgruppe am IWTG unter Aufsicht einer grenzübergreifenden Arbeitsgruppe unter Federführung der verantwortlichen Ministerien die gesamten Welterbe-Antragsunterlagen. Im Ergebnis dieser Zusammenarbeit wurde der deutsch-tschechische Welterbeantrag „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří“ 2013 fertiggestellt, im Januar 2014 von beiden Vertragsstaaten unterzeichnet und an das Welterbezentrum der UNESCO in Paris übermittelt.

Nach einem erfolgreichen Prüfverfahren hofft die Region auf eine positive Entscheidung seitens des Welterbekomitees mit der Aufnahme in die Welterbeliste im Jahr 2016.

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