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23.12.2021

Unterstützung für Welterbe-Aktive wird auch 2022 fortgeführt

Mit dem Kleinprojektefonds des Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. konnten 2021 über 100 Projekte in der Montanregion gefördert werden. Insgesamt 200.000 Euro standen im Vereinshaushalt für die Förderung von Maßnahmen rund um Schutz, Erhalt, Vermittlung und Kommunikation des UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zur Verfügung. In seiner letzten Sitzung für 2021 beschloss der Vorstand des Welterbvereins eine Fortführung der Kleinprojekteförderung auch im Jahr 2022 – mit einer Erweiterung.

„Uns ist es wichtig, für die Akteure vor Ort ein verlässlicher und stabiler Partner zu sein. Mit dem Kleinprojektefonds konnten wir bereits 2021 sehr umfassend fördern und unterstützen. Das wollen und werden wir auch 2022 fortsetzen.“ Frank Vogel, der Vorstandsvorsitzende des Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. ist fest davon überzeugt, dass der Kleinprojektefonds als wirksames und praktikables Mittel zur Förderung und Inwertsetzung der Welterberegion funktioniert.

Über 100 Projekte konnten in 2021 unterstützt werden. Eine unkomplizierte Antragstellung, ein kurzes Antragsformular und schnelle Entscheidungswege halfen vielen Antragstellern auf dem Weg zur Förderung.

So weit wie sich die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří erstreckt – so vielfältig waren auch die Anträge die zur Förderung eingereicht wurden. Von baulichen Reparaturen über die Gestaltung von Webseiten oder Drucksachen bis hin zu künstlerischen Ideen zeigte sich das Spektrum.

Steve Ittershagen, Geschäftsführer des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. ist sich sicher, dass das große Netzwerk ehrenamtlich tätiger Enthusiasten, Unterstützer und Wegbereiter auch 2022 die erfolgreiche Entwicklung der Welterbe-Region weiter gestalten wird. Der Trägerverein will hier mit dem Kleinprojektefonds aktive, praxisnahe und unkomplizierte Unterstützung leisten. Damit 2022 auch größere Projekte möglich werden, wird das maximale Fördervolumen auf 4.500 Euro pro Projekt angehoben.

Einen Antrag auf Förderung können Vereine, Kommunen oder sonstige Betreiber der Welterbe-Bestandteile oder -Objekte stellen. Auch jene, die sich der Pflege oder des Betriebs der assoziierten Objekte widmen und Einrichtungen, die immaterielle Werte unterstützen, können den Fördertopf nutzen. Förderfähig sind Vorhaben, die eine gemeinnützige und öffentliche Nutzung haben.

Die Zuwendung stellt eine 80prozentige Förderung der zuwendungsfähigen Ausgaben dar. Das bedeutet, dass 20 Prozent Eigenanteil durch den Empfänger erbracht werden müssen. Der Eigenanteil kann auch als Eigenleistung in Form von erbrachten Arbeitsstunden erfolgen. 

 

Das Antragsformular und die Förderrichtlinie können ab Jahresbeginn 2022 abgefordert werden unter:

 

Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.

kontakt@montanregion-erzgebirge.de

03733 145350

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Alexander Böhme vom Arno-Lippmann-Schacht in Altenberg freut sich mit seinen Vereinskollegen über die schnelle Abwicklung der Förderung von zwei Projekten. „Dank des Kleinprojektefonds können wir weiter an der Dokumentation unserer historischen Anlage arbeiten. Außerdem wollen wir das letzte vorhandene Schachtfördergefäß, den sogenannten Skip, ansehnlich präsentieren und beschildern. Wir zeigen unsere Anlagen hier am Schacht gern – hier erfahren Besucher was wirklich hinter dem großen Welterbe-Begriff steckt.“ Foto: IG Arno-Lippmann-Schacht Altenberg e.V.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Halsbrücke sind mehrere aktive Vereine an bzw. in Welterbe-Objekten tätig. Bürgermeister Andreas Beger freut sich mit den Ehrenamtlern vom 7. Lichtloch und von der Erzwäsche über die Unterstützung aus dem Kleinprojektefonds. Die Vereinsmitglieder vom 7. Lichtloch erhielten neue Vereinskleidung, an der Erzwäsche nutzen die Ehrenamtler die Förderung unter anderem für moderne Präsentationstechnik in den Vereinsräumen. Durch die Gemeinde wurde am ältesten Kahnhebehaus der Welt eine neue Infotafel und Sitzgruppe errichtet. Nunmehr können Wanderer und Nutzer des Muldentalradweges in schöner Umgebung verweilen und sich informieren. Foto: Gemeinde Halsbrücke

Michael Gürtler von der Gästeinformation in Jöhstadt erklärt: „Dank des Kleinprojektefonds haben wir den zertifizierten Kammweg mit unserem „Alten Hochofen“ in Schmalzgrube verbunden. Nun können die Wanderer auf dem Kammweg zwischen Satzung und Jöhstadt auch einen kleinen Teil der Montanregion in Schmalzgrube selbst besuchen und erleben.“ Foto: Gästeinformation Jöhstadt

Heino Neuber, Vereinsvorsitzender der Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Reviers, nahm gemeinsam mit Jan Färber, Museumsleiter des Bergbaumuseum Oelsnitz, einen Förderbescheid für neue Informationstafeln entlang des Querschlages Lugau-Oelsnitz der entstehenden Sächsischen Kohlenstraße entgegen. Foto: Bergbaumuseum Oelsnitz

Die Mitglieder vom Bergbauverein Schneeberg e.V. konnten mit der Projektförderung unter anderem Sicherungsarbeiten am Besucherrundweg auf der Fundgrube Wolfgangmaßen durchführen. „Ein maßgefertigtes Stahlgeländer sichert nun den Einstieg zum Schacht ab. Künftig ist dieser Teil der Anlage damit noch besucherfreundlicher. Wir freuen uns, unsere Welterbe-Bestandteile hier im Schneeberger Revier zu zeigen. Hier kann man Welterbe vor Ort erleben.“ erklärt Ralf Gumprecht vom Vereinsvorstand. Foto: Bergbauverein Schneeberg e.V.

Auf dem Gelände der Alten Mordgrube in Brand-Erbisdorf werden mit Unterstützung des Kleinprojektefonds verschiedene Instandhaltungsmaßnahmen angegangen. Unter anderem wurde ein Teil der historischen Eisenbahnschienen am Fuß der Halde rekonstruiert. Knut Neumann und das Team der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft haben geplant, dass auch ein historischer Förderwagen – ein englischer Hunt - aufgestellt wird. Foto: Wieland Josch

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