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06.07.2019

Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří – ein Erbe für die Zukunft

Eine Region ist sich seiner Tradition bewusst

Der Schutz und Erhalt von weltweit außergewöhnlichen Kultur- und Naturstätten als Erbe der gesamten Menschheit ist Hauptanliegen einer Welterbestätte. Darüber hinaus bringt der Status „UNESCO-Welterbe“ durch seinen hohen Bekanntheitsgrad und durch das weltweite Ansehen weitere positive Aspekte für das Erzgebirge mit sich. Aber bereits der Weg zum Welterbe mit all seinen Meilensteinen setzte in den vergangenen beiden Jahrzehnten innerhalb der Region wichtige Impulse für die wirtschaftliche, touristische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung. Auch deshalb, weil das Welterbeprojekt „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ als sogenanntes „Bottom-Up-Projekt“ (heißt: von der Basis aus nach „oben“) auf Initiative von Menschen aus der Region wuchs und diese sich nach und nach in tragende Organisationen formierten. Mehr als 1000 Personen waren unmittelbar am Prozess beteiligt. Und auch die Bürger der ganzen Region wurden von Anfang an in den Prozess einbezogen, so dass man behaupten kann: Der Weg zum Welterbe stärkte das Bewusstsein für das Welterbeprojekt und das Erzgebirge an sich in der Region nachhaltig.

Lebendiges Welterbe: Wie kann man das zukünftige UNESCO-Welterbe entdecken?

Ein Erbe ist ein Schatz, den man auch künftig mit Leben füllen kann. Im Erzgebirge findet man den Ansatz des „lebendigen, erlebbaren Welterbes“ in jedem einzelnen Bestandteil. Idyllische Landschaften, einmalige Flusstäler und malerische Ortschaften haben ihren Ursprung in der mehr als 800-jährigen Bergbaugeschichte, der das Erzgebirge seinen Reichtum, seinen Namen und seine wirtschaftliche Bedeutung verdankt. Heute sind das auch Erholungsräume, in denen man die Bergbaugeschichte nachvollziehbar erleben kann - ob bei einer Wanderung vorbei an Stollenmundlöchern oder Haldenzügen, bei einem Bummel durch die Bergstädte oder bei einem Besuch der Schatzkammern untertage. Die Region ist aber auch für ihre tief verankerten Traditionen und Bräuche bekannt, die hier noch authentisch gelebt werden. So sind zum Beispiel Bergparaden und Mettenschichten noch heute fester Bestandteil der Winter- und Weihnachtszeit im Erzgebirge. Das Besondere daran: die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist grenzüberschreitend erlebbar. Ländergrenzen verschwinden in den Köpfen, Menschen zweier Nationalitäten begegnen sich. Eine Region, die historisch gemeinsam gewachsen ist, rückt näher zusammen.

Tradition und Innovation

Schließen sich Tradition und Innovation aus? Nein, ganz im Gegenteil: sie bedingen einander positiv. Das Erzgebirge ist ein attraktiver, innovativer Wirtschaftsstandort, dessen Reichtum an Ideen und Erfindungen sich vor allem auf der montanen Historie gründet. „Alles kommt vom Bergwerk her“ – und von den Menschen, die seit jeher findig genug waren, um immer wieder mit innovativen Impulsen und kreativem Nischendenken der Wirtschaft wichtige Impulse zu geben. Das war vor 800 Jahren so und ist es heute noch. Die gewachsenen Schlüsselbranchen, u.a. in den Bereichen Metall, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Elektronik und Kunststoffindustrie, sind heute federführend, wenn es um Neuentwicklungen geht. Das Erzgebirge hat heute eine der höchsten Industriedichten in Sachsen.

 

 

 

Kontakt zum Artikel

Stephan Prantl

Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Projektmanager

+49 (0) 3733 145 124

http://www.montanregion-erzgebirge.de

prantl@wfe-erzgebirge.de

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