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25.06.2021

Informationen zur Netzwerkarbeit - Projektmanagement Welterbe im Herrenhof Erlahammer

Mit dem 01.06.2020 nahmen Dirk Weißbach und Kevin Keller die Arbeit im Projektmanagement zur regionalen und grenzüberschreiten Netzwerkarbeit und Angebotskoordination am Standort Herrenhof Erlahammer auf. Innerhalb des Projektes „EISenBERG voraus“, das seinen Namen den großen Eisenerzvorkommen am Rothen Berg verdankt, soll die lokale und regionale Netzwerkarbeit zum Thema Welterbe gemeinsam mit dem Welterbeverein Montanregion Erzgebirge e.V., dem Tourismusverband Erzgebirge e.V. und weiteren Bestandteilen und Partnern der UNESCO-Welterbestätte vorangetrieben werden.

Angebote zur Wissensvermittlung rund um die Bergbau- und Industriegeschichte sowie die Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich des Projektmanagements. Der vollständig sanierte historisch bedeutende Herrenhof Erlahammer soll mit Veranstaltungen weiter belebt werden und mit verschiedenen Aktionen noch bekannter gemacht werden.

So konnten bereits im Juli und September 2020 gemeinsam mit der Bergstadt Schneeberg Informationsveranstaltungen für Stadtführer, Reiseleiter und touristische Akteure organisiert werden. Zahlreiche weitere geplante Veranstaltungen, zum Beispiel auch mit tschechischen Partnern, mussten leider pandemiebedingt ausfallen.

In der Zwischenzeit wurde natürlich weiter am Thema gearbeitet, unterschiedliche Vorhaben geplant und inhaltlich vorbereitet. Dazu zählen unter anderem die Produktion einer Videoreihe, die Gestaltung eines Informationsflyers mit der Bergstadt Schneeberg, die Aufstellung eines Führungsprogramms für unterschiedliche Zielgruppen mit dem Team des städtischen Museums oder die Beschaffung von bergmännischem Habit für Kinder.

Ab dem 01.07.2021 wird das Büro des Projektmanagements im Herrenhof Erlahammer regelmäßig besetzt sein. Die genauen Sprechzeiten und Kontaktdaten werden in Kürze veröffentlicht.

Tolles Videoprojekt zum Welterbe im Herrenhof

Unter dem erzgebirgischen Titel „Glück aufgehorcht un har geguckt“ wird innerhalb des Projektmanagements am Herrenhof Erlahammer bereits seit dem Frühjahr 2021 eine Videoreihe produziert.

In insgesamt zehn Kurz-Filmen werden dabei Schüler der 1.-4. Klasse aus der Grundschule Erla-Crandorf typische bergbauliche Begriffe mit ihren eigenen Worten erklären in Anlehnung an die Fernsehsendung „Dingsda“.

Der Begriff selbst wird bei der Ausstrahlung noch nicht verraten und kann von den Zuschauern im Anschluss erraten werden. Zu den typischen Begriffen rund um den Bergbau gehören beispielsweise das Berggeschrei, der Pferdegöpel oder das Arschleder.

Nach Ablauf einer Zeit von etwa zwei bis drei Wochen wird es passend zur Beschreibung der Kinder dann ein kurzes Erklärvideo zur Auflösung geben, in dem „Bergmann Kurt“ den jeweiligen Begriff noch einmal in erzgebirgischer Mundart vorstellt und erklärt.

Der Termin für die Ausstrahlung der ersten Folge ist im Sommer 2021 geplant. Dann soll im Monatsrhythmus jeweils ein weiterer Teil veröffentlicht werden. Der genaue Auftakttermin für die erste Ausstrahlung wird gesondert bekannt gegeben.

Hintergrund:

Die Aufnahmen mit Schulkindern der Klassenstufen erfolgten in der Heimatstube im Herrenhof und sind bereits alle abgedreht. Aktuell laufen die Dreharbeiten in weiteren ausgewählten bergbaulichen Einrichtungen der Region, die aufgrund ihrer besonderen Geschichte, ihrer Bedeutung für die Welterberegion oder ihrer Funktion im Bergbau oder der Bergbaufolgeindustrie regional und überregional bekannt geworden sind.

Darunter findet man z.B. den Pferdegöpel Johanngeorgenstadt, die Fundgrube Wolfgangmaßen in Schneeberg oder auch die St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz.

Mit der Produktion der Videofilme wurde Carsten Wagner beauftragt, der bei der Umsetzung von seiner Frau Katja-Lippmann Wagner unterstützt wird.

Die Filme sollen zuerst auf dem Youtube-Kanal der Stadt Schwarzenberg gezeigt werden.

Für eine größere Reichweite kann die Verlinkung auf den Internetseiten und Social-Media-Kanälen des Welterbevereins und des Tourismusverbandes Erzgebirge genutzt werden. Darüber hinaus sind die Filme auch in Grundschulen im Rahmen des Unterrichts einsetzbar für eine alternative Wissensvermittlung.

Neben der Steigerung der Bekanntheit für den Herrenhof Erlahammer sollen insbesondere die emotionale Bindung und regionale Identifikation gestärkt und ein Beitrag für die pädagogische Wissensvermittlung zu den Themen Welterbe, Heimat und Montanregion geleistet werden.

Die Stadt Schwarzenberg bedankt sich bereits jetzt bei allen beteiligten Familien und Kindern, dem Personal der Grundschule Erla-Crandorf, beim Heimat- und Schulverein Erla-Crandorf e.V. und allen Mitwirkenden, Partnern und Einrichtungen, die bei der Produktion beteiligt sind und diese unterstützen.

Kleinprojekt „Einmal Bergmann sein“ – neues bergmännisches Habit für Kinder

Innerhalb des Kleinprojektes „Einmal Bergmann sein – Habit für Kinder“ wurden von der Stadtverwaltung Schwarzenberg insgesamt je drei typische Parade- und Arbeitsuniformen für Kinder in entsprechenden Kindergrößen beschafft. Damit wird ein weiterer Angebotsbestandteil zum erlebbaren Angebot rund um das Thema Welterbe und Bergbautradition geschaffen.

Das Habit für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahre soll künftig innerhalb von pädagogischen Angeboten in den Ausstellungen des Museums PERLA CASTRUM – Ein Schloss voller Geschichte und im Herrenhof Erlahammer zum Einsatz kommen. Damit kann die typisch bergmännische Kleidung den Jüngsten nicht nur gezeigt und erläutert, sondern auch von den Kindern selbst anprobiert und getragen werden. Mit Berghut, Bergkittel, entsprechenden Hosen, Kniebügeln und passenden Arschledern ist alles dabei, was traditionell je nach Anlass zur Kleidung eines richtigen Bergmanns gehört hat bzw. immer noch gehört.

Zu ausgewählten Veranstaltungen kann das Habit auch für ein kleines Fotoandenken im familiären Rahmen angezogen werden. So bleibt nicht nur der besondere Moment im städtischen Museum oder im Herrenhof, sondern auch die spezielle Kleidung der Bergleute noch lange in Erinnerung.

Hintergrund:

Für die Beschaffung des Habit wurden von der Stadtverwaltung Schwarzenberg ca. 2.800 € investiert. Davon werden 1.000 € vom Welterbeverein Montanregion Erzgebirge e.V. als Zuwendung aus dem Kleinprojektefonds zur Finanzierung beigesteuert. Je nach Bedarf und Nachfrage ist perspektivisch eine Erweiterung des Bestands möglich.

Der Auftrag für die Produktion der Bekleidung nach den gestalterischen Vorgaben der Stadtverwaltung wurde an das Unternehmen Trachten-Seiler in Marienberg erteilt.

Als erste kleine Bergmänner durften Martin und Alexander das Habit im Herrenhof Erlahammer anprobieren. Die beiden Brüder aus Schwarzenberg, neun und sieben Jahre alt, zeigen dabei je ein Exemplar der Paradeuniform und der auch als Schwarzkittel bekannten Arbeitstracht.

Dabei konnten sie sich auch mit speziellen Werkzeugen der Bergleute vertraut machen.

Neues Logo für den Herrenhof Erlahammer

Ein neues Logo wirbt künftig den Herrenhof Erlahammer und soll zur Wiedererkennung und zur Steigerung der Bekanntheit des Standortes weiter beitragen.

Der Herrenhof Erlahammer ist nicht nur ein historisch bedeutendes und ortsbildprägendes markantes Bauwerk im Schwarzenberger Ortsteil Erla-Crandorf. Er ist soziokulturelles Zentrum und beherbergt Ausstellungen, Gewerbe und Einzelhandel. Außerdem ist er ein Element der UNESCO Welterbe Montanregion Erzgebirge / Krušnohoří und dessen Bestandteil Bergbaulandschaft Rother Berg zugehörig. Für die bessere Sichtbarmachung und Profilierung des Standortes und des Gebäudekomplexes wurde ein Logo mit Wiedererkennungswert entwickelt.

Für die Logoentwicklung wurden mit dem Fachwerk und dem Glockenturm die markantesten Merkmale des Herrenhofs Erlahammer grafisch aufgegriffen und konzentriert und kompakt dargestellt. Mit dem Schriftzug „HERRENHOF ERLAHAMMER“ wird die historische Bezeichnung des Gebäudes im Logo geführt. Außerdem wird damit auch die örtliche Zuordnung am Standort Erla herausgestellt.

Hintergrund:

Das Logo wurde von der Firma 2WEIERLEI - Büro für Kommunikationsdesign gestaltet und soll künftig auf dem Werbematerial zur Ausstellung, für Veranstaltungen vor Ort und auch auf einem großen Werbeschild an der Zufahrt zum Parkplatz am Herrenhof verwendet werden.

Auch die gewerblichen Mieter im Herrenhof Erlahammer können künftig das Logo im Rahmen der eigenen Öffentlichkeitsarbeit nutzen und somit ebenfalls die Bekanntheit des Standorts steigern. Eine entsprechende Regelung zur Logonutzung für Partner wird derzeit von der Stadtverwaltung Schwarzenberg vorbereitet.

Veranstaltungsstart im Herrenhof Erlahammer

Nach der pandemiebedingten Pause sollen nun auch wieder ausgewählte Veranstaltungen im Herrenhof Erlahammer zu erleben sein.

Der Auftakt in das Veranstaltungsgeschehen erfolgt am 25. und 26.6.2021, wenn insgesamt drei Konzerte der artmontan-Veranstaltungsreihe mit dem Weimarer Gitarristen und Klangkünstler Falk Zenker im Herrenhof erklingen werden. Alle Konzerte sind laut Veranstalter bereits seit längerer Zeit ausverkauft. Aufgrund der Hygieneschutzbestimmungen ist die Anzahl der Konzertbesucher reduziert. Anfragen zum Konzert sind möglich unter der Telefonnummer 03771 277 1602.

Bei einem „Tag der offenen Tür“ sollen sich im Juli die Türen auch der neuen Angebote am Standort für Besucher öffnen. In diesem Frühjahr haben die Betreiber eines Holzwarengeschäfts und einer Manufaktur für Leder-Accessoires die Räume im Herrenhof bezogen und werden bei dieser Gelegenheit ihr Angebot der Öffentlichkeit präsentieren.

Für Kinder soll am 26.08.2021 ein spezieller Ferientag im Herrenhof mit zahlreichen Mitmachangeboten organisiert werden.

Im September soll gemeinsam mit den Betreibern des örtlichen Hofladens ein Markt als weiteres Angebot zur Belebung des Herrenhofes gestaltet werden. Zahlreiche lokale und regionale Anbieter werden dann ihre frischen Produkte präsentieren und anbieten.

Weitere Informationen zu Inhalten und Terminen folgen in Kürze.

Ausstellungen im Herrenhof öffnen wieder

Nach der pandemiebedingten Pause öffnen nun auch die Ausstellungen im Herrenhof Erlahammer wieder ihre Türen. So sollen die vom Heimat- und Schulverein Erla-Crandorf e.V. betriebene Heimatstube Manfred Blechschmidt und die Ausstellung „Vom ältesten Eisenhammer in die Moderne“ am 30.06.2021 in der Zeit von 13:00 bis 17:00 Uhr erstmals wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Zunächst ist als regelmäßiger Öffnungstag nur der Mittwoch geplant. Je nach Entwicklung der Nachfrage sollen dann in der Folge bedarfsabhängig weitere Öffnungstage dazu kommen. Für Gruppen können auch individuelle Führungs- und Besichtigungstermine vereinbart werden.

 

Quelle:

Stadtverwaltung Schwarzenberg

Projektmanagement Welterbe, touristische Kooperationen

Straße der Einheit 20

08340 Schwarzenberg

Telefon: 03774/266-160

Fax: 03774/266-923

e-mail: D.Weissbach@schwarzenberg.de 

web: https://www.schwarzenberg.de

 

Das Vorhaben wird mit Fördermitteln nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Umsetzung von LEADER-Entwicklungsstrategien gefördert.

Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.

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Einmal Bergmann sein - am Herrenhof Erlahammer ist das möglich!

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