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01.07.2020

Ein Jahr UNESCO - Welterbe „Montanregion Erzgebirge / Krušnohoří“

Tourismusverband Erzgebirge e.V. zieht Bilanz und blickt voraus. Am 6. Juli 2020 jährt sich die Ernennung zum UNESCO-Welterbe „Montanregion Erzgebirge / Krušnohoří“ zum ersten Mal. Über 850 Jahre Bergbau führten im Erzgebirge zu einer einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Natur, die eine montane transnationale Kulturlandschaft von universellem Wert hervorbrachte.

Am 6. Juli 2020 jährt sich die Ernennung zum UNESCO-Welterbe „Montanregion Erzgebirge / Krušnohoří“ zum ersten Mal. Über 850 Jahre Bergbau führten im Erzgebirge zu einer einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Natur, die eine montane transnationale Kulturlandschaft von universellem Wert hervorbrachte. Den außergewöhnlichen Wert und die Einzigartigkeit der Montanregion gilt es zu schützen, langfristig zu erhalten und dessen Vermittlung sicher zu stellen.

Dieser Aufgabe stellt sich der Tourismusverband Erzgebirge e.V. gemeinsam mit dem Welterbe Montanregion e.V. und dem Förderverein Montanregion Erzgebirge e.V. „Der Tourismus in der Erlebnisheimat Erzgebirge wirkt hier entscheidend mit, wobei das UNESCO-Welterbe mit seinen 22 Bestandteilen und über 400 Einzelobjekten auf deutscher und tschechischer Seite das Potenzial hat, verbindend für die gesamte Region auszustrahlen. Nirgends sonst laden so viele Sachzeugen des Bergbaus dazu ein, Geschichte zu erleben und gleichzeitig entspannt und aktiv Urlaub zu machen“, sagt Ines Hanisch-Lupaschko, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge e.V.

Hinter dem Tourismusverband Erzgebirge e.V. (TVE) liegt ein spannendes Jahr mit viel #erzklopfen, in dem es in Kooperation mit den Mitgliedern des Verbandes und den touristischen Partnern in der Region galt, das UNESCO-Welterbe in die Marketingstrategie und das Produktportfolio einzubinden sowie der Region neue Entwicklungsimpulse zu geben. „Der Welterbetitel ist kein Strohfeuer, sondern eine Verantwortung für uns und alle nachfolgenden Generationen. Die Montanregion und damit das gesamte Erzgebirge touristisch voranzubringen, ist ein Prozess, den wir mit dem grenzübergreifenden Interreg-Projekt IVa „Glück Auf Welterbe“ bereits 2016 begonnen haben und auch in den kommenden Jahren kontinuierlich vorantreiben und weiterentwickeln werden“, so Hanisch-Lupaschko. Besonders wichtig sei dabei, die touristischen Angebote mit einem Erlebnis zu verbinden, Wissen über die Welterbestätten, die Region, die Kultur, die Menschen, ihr Lebensgefühl und ihre Traditionen zu vermitteln - emotional und authentisch.

Crossmediale Kampagne #erzgebirgebewegt

Diese Botschaften gilt es natürlich an die Frau und den Mann zu bringen. Wichtigstes Instrument des Tourismusverbandes Erzgebirge e.V. ist die aktuelle Kampagne #erzgebirgebewegt, welche die unterschiedlichen Facetten der Urlaubsregion beleuchtet. Das Erzgebirge steht wie keine zweite Mittelgebirgsregion für die Faszination Bergbau, für den Glanz von Weihnachten, für gelebtes Handwerk und die Kraft der Dampfeisenbahnen. Die Region lässt sich entdecken auf Rad- und Wanderwegen, auf Mountainbike-Strecken, Skipisten und Langlaufloipen, die zu Welterbe-Objekten führen, und in den Begegnungen mit den Erzgebirgern, die für Herzlichkeit und Frische, Offenheit und Heimatgefühl, Erfindungsreichtum und Bodenständigkeit stehen. Über #erzgebirgebewegt werden auch die online buchbaren Welterbe-Pauschalangebote beworben, die der Tourismusverband Erzgebirge e.V. gemeinsam mit seinen Mitgliedern entwickelt hat.

Um potenzielle Gäste auf die Erlebnisheimat Erzgebirge aufmerksam zu machen, nutzt der Tourismusverband Erzgebirge die unterschiedlichsten analogen und digitalen Kanäle. Dazu gehört auch die Broschüre „Glück Auf Welterbe“ in deutscher, englischer und tschechischer Sprache, in der die touristischen Objekte des UNESCO-Welterbes vorgestellt werden. Außerdem werden spezifische Angebote, die mit einem thematischen Bezug und einem hohen Qualitätsanspruch das Welterbe vermitteln und erlebbar machen, mit einem einheitlichen Logo gekennzeichnet.

Weltweite Ausstrahlung

Neben Deutschland und Tschechien werden derzeit Österreich, die Schweiz und Polen als wichtige touristische Quellmärkte bearbeitet. Gemeinsam mit der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen und der Deutschen Zentrale für Tourismus soll die Kampagne #erzgebirgebewegt in die ganze Welt getragen werden. Nicht ohne Grund: Der Bergbau und die damit verbundenen vielfältigen Errungenschaften haben weltweit ausgestrahlt. Ohne Kobalt aus dem Erzgebirge würden die Kathedralenfenster im französischen Chartres nicht in ihrem berühmten Blau erstrahlen. Kobalt aus Schneeberg wurde beispielsweise auch in Venedig gehandelt. Und viele Dächer bekannter Gebäude in Europa wären ohne den Dachkupfer aus der Saigerhütte Olbernhau leer. „Diese Liste lässt sich sehr lang weiterführen. Mit diesen Geschichten wollen wir vor Ort, beispielsweise in Wien oder Berlin, Aufmerksamkeit und Neugier auf das Erzgebirge wecken, die Verbindungen ins Erzgebirge zeigen und zu einem Besuch ins Erzgebirge einladen“, schildert Ines Hanisch-Lupaschko die Strategie.

Welterbe-Tourismus in Corona-Zeiten

Die anhaltende Corona-Pandemie stellt auch die Tourismuswirtschaft im Erzgebirge vor große Herausforderungen. Zwar kommen inzwischen wieder Touristen in die Region, doch die wochenlange Schließung der Betriebe bescherte der Branche enorme Verluste. Coronabedingt gewinnt der Urlaub im eigenen Land an Bedeutung und viele werden die Chance nutzen, Urlaubsregionen zu entdecken, die sie noch nicht kennen. Darauf hat auch der Tourismusverband Erzgebirge reagiert und gemeinsam mit den Leistungsträgern die Pauschale „Sommerfrische im Erzgebirge“ aufgelegt. Mehr als 30 Übernachtungsbetriebe der Region (Hotels, Gasthäuser, Ferienwohnungen) laden zum sommerlichen Urlaubsvergnügen für die ganze Familie im UNESCO-Welterbe ein. Die Pauschale umfasst fünf Übernachtungen zum Festpreis von 225 Euro pro Person. Eine Ferienwohnung gibt es zum Komplettpreis von 325 Euro (fünf Übernachtungen inkl. Brötchenservice). Die passenden Ausflugstipps während des Aufenthaltes werden in den Broschüren „Freizeit- & Erlebnistipps“ sowie „Glück Auf Welterbe“ präsentiert. „Das Interesse ist da, die Buchungsanfragen steigen“, freut sich TVE-Geschäftsführerin Ines Hanisch-Lupaschko. Buchbar sind die Angebote unter www.erzgebirge-tourismus.de/urlaub-im-erzgebirge/

Zudem hat der Freistaat Sachsen in der vergangenen Woche ein Hilfspaket für den Tourismus aufgelegt, von dem auch die sächsischen Welterbestätten explizit profitieren werden. Die Montanregion Erzgebirge erhält aus diesem Topf kurzfristig 600.000 Euro. Erklärtes Ziel der Staatsregierung ist es, Projekte und Ideen für die Zeit nach Corona voranzubringen. „Wir sind dankbar für diese Unterstützung und haben vor, das Geld sowohl in die Destinationsentwicklung zu investieren, als auch in das touristische Marketing für die Montanregion. Wir werden nun konkrete Konzepte erarbeiten, um die Mittel aus dem Hilfspaket gewinnbringend einzusetzen, und hoffen, die entstandenen Verluste der Leistungsträger etwas abfedern zu können“, sagt Ines Hanisch-Lupaschko. So werden derzeit im Rahmen einer Masterarbeit Studienergebnisse der TU Chemnitz zum IST-Stand der Fremd- und Eigenwahrnehmung der Leistungsträger in der Erlebnisheimat Erzgebirge genutzt, um Vorschläge für eine Qualitätsoffensive zu erarbeiten und ein nachhaltiges Tourismuskonzept zu etablieren. Ines Hanisch-Lupaschko: „Als Ursprungsregion der Nachhaltigkeit fühlen wir uns einer umweltverträglichen, sozial verantwortlichen und wirtschaftlich ergiebigen Entwicklung besonders verpflichtet.“

Pressekontakt für Rückfragen: 

Daniela Mynett (Projektmanagement Welterbe-Projekt) Tel. 03733 188 00-17, d.mynett@erzgebirge-tourismus.de

Bildunterschrift zu Foto 1 (Hauptmotiv): Großartiger Ausblick: der Sauberg in Ehrenfriedersdorf soll sich in einem neuen und attraktiven Gewand präsentieren. Geplant sind u.a.Umbaumaßnahmen an den übertägigen Anlagen. Weitere Ziele sind Barrierfreiheit, Inklusion, Digitalisierung und ein zeitgemäßes Erscheinungsbild. im Bild (v.l.n.r.) Silke Franzl, Bürgermeisterin Ehrenfriedersdorf, Ines Hanisch- Lupaschko (Geschäftsführerin Tourismusverband Erzgebirge e.V.), Erik Ahner (Betriebsleiter Zinngrube Ehrenfriedersdorf). 

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