Der Untere Großhartmannsdorfer Teich zählt mit zu den ältesten Bergwerksteichen im Freiberger Bergrevier. Mit der Anlegung des Müdisdorfer Kunstgrabens und der begonnenen Herbeiführung der Großhartmannsdorfer Wasser bot sich der Erwerb des Unteren Großhartmannsdorfer Teiches, welcher zuvor dem Mühlenbetrieb und der Fischerei diente, als Wasserspeicher für den Bergbau zwangsläufig an. Die Errichtung des ersten Teichhauses auf der Dammkrone fand 1692 statt. In diesem wohnte der Oberröschensteiger, dem die Beaufsichtigung der Kunstgräben-, Röschen- und Teiche der 1684 gegründeten Kurfürstlichen Stolln- und Röschenadministration unterlag. Die Kronenlänge beträgt 494 m und die maximale Kronenbreite 17 m.

In den Jahren 1936 bis 1937 fanden der Umbau des Kunstgrabenstriegels und der Bau eines Striegels mit einer Turbine zur Stromerzeugung für das Teichhaus sowie der Werkstätten der Revierwasserlaufanstalt statt. Darüber hinaus wurde ein Dammweg für den Kraftfahrzeugverkehr errichtet. Seit 1967 befindet sich das Gewässer in einem Naturschutzgebiet und gilt als wichtiges Brutrevier verschiedener Vogelarten.

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