Beide Gangzüge gehören durch ihre entlang des Ganges perlschnurartig aufgereihten Halden zu den beeindruckenden Sachzeugen des Marienberger Bergbaus. Dabei markiert jede der Halden den Standort eines oder mehrerer Tagesschächte. Nicht alle der vormals existenten Halden sind noch vorhanden. Hinsichtlich ihrer bedeutenden Größe weicht die Halde des Rudolph Schachtes, unmittelbarsüdlich an der Lautaer Hauptstraße gelegen,von den anderen Halden ab. Der Schacht hatte sich seit dem 19. Jahrhundert zur zentralen Schachtanlage auf Lautaer Flur entwickelt. In den beiden später vereinigten Gruben, konnte zwischen 1552 und 1563 annähernd 0,8 t Silber gewonnen werden. Im Carl Schacht, unmittelbar auf dem Bauer Morgengang, unweit des Lautaer Teichesgelegen, wurde durch Kunstmeister JOHANN FRIEDRICH MENDE 1777 die dritte Wassersäulenmaschine im Marienberger Revier installiert. Es sollte noch ein weiteres halbes Jahrhundert bis zu einer neuen intensiven Bergbauaufnahme des alten Schachtes dauern.

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