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Die Geschichte der historischen Zinnwäsche reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Die Wäsche IV bezeugt die Entwicklung der Nassaufbereitung im Erzgebirge während dieser Zeit und stellt die Hauptanwendung zur effizienten Verarbeitung niedrig konzentrierter Zinnerze in der gesamten Bergbaulandschaft Altenberg-Zinnwald dar. Die Methodik verbreitete sich weltweit und revolutionierte den Zinnertrag in Cornwall, obgleich sie nicht nur auf Zinnerze beschränkt war.

Nach der Stilllegung 1952 erfolgte der Umbau zum technischen Museum, um die historische Erzaufbereitung zu dokumentieren. 1957 wurde das Museum eröffnet. Die Museumsfreifläche zeigt Bergbautechnik der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Das Gebäude ist ein Vertreter der für das Erzgebirge typischen Pochwäschen zur Erzaufbereitung. Diese besteht aus zwei eingeschossigen Gebäudeflügeln, die im rechten Winkel zueinander stehen. Dabei befindet sich in einem Gebäudeflügel das Pochwerk und in dem anderen befinden sich die Maschinen zum Auswaschen des Zinnsteins. Das Erdgeschossmauerwerk des Gebäudes besteht aus Quarz- und Granitporphyrbruchsteinen aus der Umgebung. Abgeschlossen wird das Gebäude durch ein mit Holzschindeln gedecktes, auf einer Balkenkonstruktion aufliegendes Satteldach. Die Pochwerkskonstruktion erstreckt sich über den Keller-und Erdgeschossbereich. Der Dachstuhl ist nicht ausgebaut und die Dachkonstruktion frei einzusehen.

Der Gebäudeflügel, in welchem die Zinnwäsche untergebracht ist, besitzt auf seiner Südseite eine hölzerne Blockwand mit umgebindeartiger Stützkonstruktion. Wegen der Anbindung dieses Gebäudeflügels an die Pochwäsche befindet sich der Erdgeschossbereich kellerartig vertieft im Gelände. Zusätzlich bot die teilweise Einbettung in das Gelände in den Wintermonaten einen gewissen Frostschutz für das wassergebundene Aufbereitungsverfahren. Aus diesem Grund ergibt sich die charakteristische Außenansicht der Wäsche mit den scheinbar niedrigen Außenmauern. Das Dachgeschoss diente ursprünglich als Materiallager und Werkplatz. Für den Museumsbetrieb wurden dort Ausstellungsflächen geschaffen.

Auf Grund der original erhaltenen Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert und dem gebietstypischen architektonischen Details besitzt die Wäsche einen hohen Denkmalwert für die Region und ist eines der nachweisbar ältesten, erhaltenen Gebäude der Stadt Altenberg. Das Gebäude befindet sich durch seine dauerhafte Nutzung als Museum in einem guten Zustand.

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