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Der Stolln wurde 2008 wiederentdeckt und 2015 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er stellt in hervorragender Weise Beispiele verschiedener Vortriebsarten des Zinnbergbaus dar, die im späten 16. bis ins 18. Jh. angewendet wurden. Die ersten Meter der Stollnwand sind mit einem Trockenmauerwerk ausgebaut. Im anschließenden Abschnitt ist eine klassische, durch Schlägel und Eisen herausgearbeitete Auffahrung aus dem 16. Jahrhundert vorhanden. 80 m vom Mundloch entfernt umgeht der Stolln die Grube Mauritius, hinter der er sich dann weiter ausweitet. Dort sind Spuren vom Aufbrechen des Felsgesteins durch Feuersetzen erkennbar. Der jüngere hintere Teil des Stollns ist weiter und höher und wurde durch Sprengen mit Schießpulver aufgefahren. An einer Stelle ist das Jahr 1778 eingraviert. Nach 262 m führt der Stolln in eine große Kammer, die 65 m lang, 4-9m breit und 15-25 m hoch ist. Vom Stolln wurden mehrere Seitenstrecken aufgefahren. Eine davon zeigt ein Gesenk, ausgehauen mit Schlägel und Eisen. Die angelegte Entwässerungsrinne in dem Gesenk ist einzigartig. 

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