Der außergewöhnliche universelle Wert

Die grenzübergreifende „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří“ setzt sich aus 85 Bestandteilen zusammen, die den prägenden Einfluss der jahrhundertelangen Bergbauaktivitäten auf die Entwicklung der besonderen Landschaft und der mit ihr verbundenen Menschen bezeugen. 

Jeder Bestandteil wird charakterisiert durch eine spezifische Kombination der drei bestimmenden Hauptmerkmale, die entscheidend sind für den außergewöhnlichen universellen Wert: 


Die zeitliche Tiefe von über 800 Jahren Montanwesen:

Die Entwicklung von Bergbau und Hüttenwesen im Erzgebirge reicht vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Vom 12. bis ins 20. Jahrhundert wurden im Erzgebirge zahlreiche verschiedene Erze und andere Rohstoffe gewonnen und verarbeitet. Im Laufe der Jahrhunderte entstand auf dieser Grundlage beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze eine montane Kulturlandschaft von außergewöhnlich universeller Bedeutung. 


Die Vielfalt der abgebauten und verarbeiteten Bodenschätze:

Angefangen bei Silber über Blei, Zinn, Kupfer, Eisen, Kobalt, Arsen, Wolfram, Wismut, Nickel und Zink bis zum Uran sowie nichtmetallischer Rohstoffe wie Ton, Kaolin, Kalk, Marmor und Steinkohle verfügt das Erzgebirge bis heute über eine außergewöhnliche Vielfalt an Rohstoffen, die hier auf einem relativ kleinen geografischen Raum vorkommen. 


Die große Bandbreite an montanen, industriellen und kulturellen Sachzeugen und die damit verbundenen kulturellen Werte:

Der Bergbau und das Hüttenwesen haben nicht nur die Landschaft, sondern auch Architektur, Kunst und Kultur sowie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft der Region entscheidend geprägt. Dieser nachhaltige Einfluss einer ganzen Landschaft durch das Montanwesen ist bis heute an einer Vielzahl originaler historischer Sachzeugen sowie landschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Merkmale der Region abzulesen.