Kaum eine andere Bergbauregion der Welt hat so viel zur Entwicklung der Montan- und Geowissenschaften, der Entstehung eines montanwissenschaftlichen Bildungswesens oder der ökonomischen, rechtlichen und verwaltungsmäßigen Herausbildung des frühneuzeitlichen Staatswesens beigetragen, wie das Erzgebirge.

Verbunden ist diese Entwicklung bis heute mit dem Namen des humanistischen Gelehrten Georgius Agricola (1494–1555), mit der Gründung der ersten Montanhochschule der Welt in Freiberg (1765), dem erzgebirgischen Bergrecht als einer der Grundlagen für die Entwicklung des europäischen Bergrechts und der Entstehung eines ökonomisch und technisch geschulten staatlichen Verwaltungsapparates zur Sicherung der wichtigen Einnahmequelle des sich entwickelnden sächsischen Staates sowie der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.

Darüber hinaus war der Bergbau die treibende Kraft des wirtschaftlichen Aufschwungs der Region und legte den Grundstein für die heutige wirtschaftliche Struktur des Erzgebirges. Die Entfaltung des Bergbaus trug wesentlich dazu bei, dass die Markgrafschaft Meißen (und später das Herzogtum, Kurfürstentum und Königreich Sachsen) ebenso wie das Königreich Böhmen sich zu wirtschaftlich, kulturell und politisch bedeutenden Regionen Mitteleuropas entwickelten. 

Georgis Agricola im Schneeberger Rathaus
Hauptgebäude der TU Bergakademie Freiberg
Kunstrad Markus-Röhling-Stolln in Frohnau
Pochwerk Wäsche IV