Als erste große Bergstadt des Erzgebirges entstand im Jahr 1168 Freiberg. In den folgenden Jahrhunderten führte die Entdeckung weiterer Erzvorkommen im gesamten Erzgebirge zur Herausbildung einer weltweit einmaligen montanen Siedlungs- und Stadtlandschaft. So wurden im sächsischen Erzgebirge bis ins 17. Jahrhundert hinein mehr als 30 und im böhmischen Erzgebirge mehr als 20 Bergstädte gegründet.

Frühe Bergstädte, wie Freiberg und Krupka (Graupen), wurden zunächst ungeplant und wenig regelmäßig angelegt. Ab dem 16. Jahrhundert erfolgten die Stadtgründungen zunehmend planmäßig und teilweise – wie in Marienberg oder Horní Blatná (Platten) – mit ihrem schachbrettartigen Grundriss, auf der Grundlage städtebaulicher Idealvorstellungen der Renaissance.

Vom prägenden Einfluss des Montanwesens und dem mit ihm einhergehenden Reichtum zeugen bis heute in den größeren und kleineren Bergsiedlungen zahlreiche architektonisch bedeutende Sakral- und Profanbauten, wie Kirchen, Rathäuser, Adelspaläste oder auch Wohnhäuser von Bergbeamten und Bergarbeitern.

Auch die jüngeren Bergbauperioden des Steinkohlen- und Uranerzbergbaus des 19. und 20. Jahrhunderts hinterließen eine Vielzahl charakteristischer Wohn-, Sozial- und Verwaltungsbauten, die heute unter Denkmalschutz stehen.

Eisenhütte Erlahammer - Herrenhof
Historische Altstadt Annaberg - St. Annenkirche
Historische Altstadt Freiberg
Historische Altstadt Schneeberg - Rathaus