Das Montanwesen hat über die Jahrhunderte in der Landschaft des Erzgebirges bis heute sichtbare Spuren hinterlassen, die dieser Landschaft ihren ganz eigenen und besonderen Charakter verleihen. Charakteristische Merkmale der erzgebirgischen Bergbaugebiete sind ausgedehnte Pingen- und Haldenareale sowie die Kunstteiche, Kunstgräben und Röschen der bergmännischen Wasserversorgung.

Während die Haldenzüge untertägige Erzgänge widerspiegeln, sind die Pingen durch Einstürze vormaliger Schachtanlagen entstanden. Der historische Bergbau der ersten Bergbauperioden hinterließ allein Halden und Pingen, während die jüngeren Bergbauperioden vielfach zusätzlich durch neben und auf den Halden errichtete bergmännische Bauwerke gekennzeichnet sind.

Die unterschiedlichen Bergbaulandschaften illustrieren so auf einzigartige Weise das gesamte Spektrum des historischen Bergbaus sowie der in ihrem Bereich abgebauten Rohstoffe vom 12. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus bieten die Abraum- und Schlackenhalden der erzgebirgischen Montanlandschaft heute vielfach den Lebensraum zahlreicher geschützter Tier- und Pflanzenarten, die sich hier aufgrund des ganz speziellen Lebensraumes angesiedelt haben.

Fledermaus im Thelersberger Stolln
Geotop Scheibenberg
Stalaktiten im Stolln
Jáchymov - Pingenzug (O. Malina)