Die im Verlauf der Jahrhunderte stark schwankenden Erträge und Verdienstmöglichkeiten des Bergbaus führten im Erzgebirge immer wieder zur Herausbildung von bedeutenden bergbaulichen Neben- bzw. Nachfolgegewerben und -industrien.

In der anfänglich vor allem vom Bergbau geprägten Region entwickelte sich so eine vielfältige Gewerbe- und Industrielandschaft mit spezifisch auf der Rohstoffgewinnung beruhenden Industrien, wie u.a. der Produktion von Blaufarben, Argentan oder Porzellan, aber auch neue, eng mit der Bergbautradition verbundene Gewerbezweige wie z.B. die Holzschnitzerei.

Darüber hinaus führten gezielte staatliche Fördermaßnahmen in Zeiten des Niedergangs des Montanwesens zur lokalen Ansiedlung von eher bergbaufernen Branchen wie der Uhren- oder Automobilproduktion, um den von Arbeitslosigkeit bedrohten Bergleuten neue berufliche Perspektiven zu bieten.

Elitefahrzeugwerk in Brand-Erbisdorf
Werkbank der Uhrenindustrie in Glashütte
Papiermühle in Niederzwönitz
Reifendrehwerk in Seiffen