In der jüngsten der drei großen Steinkohle-Lagerstätten Sachsens, dem Lugau-Oelsnitzer-Revier, liegt der Karl-Liebknecht-Schacht, in dem jährlich bis zu 1 Mio. Tonnen gefördert wurden. Neben der beachtenswerten Industriearchitektur ist vor allem die original erhaltene technische Ausstattung bedeutsam.

Die Halden des ehemaligen Steinkohleschachtes „Deutschland“ prägen bis heute die Landschaft rund um Oelsnitz im Erzgebirge. Bis in eine Tiefe von 1.200 Metern wurden die Gruben getrieben, um den Bedarf an Steinkohle für die industrielle Entwicklung Sachsens zu decken. Damit bildeten sie zum einen eine wichtige Grundlage der industriellen Entwicklung Sachsens, zum anderen war es zeitweilig der tiefste Bergbau Europas.

Wichtige Bestandteile und Objekte

Karl-Liebknecht-Schacht Oelsnitz/Erzgeb.

Als einer der Hauptförderschächte des Lugau-Oelsnitzer Reviers gehörte der Karl-Liebknecht-Schacht (bis 1946 Kaiserin-Augusta-Schacht) zu den bedeutendsten Schächten des sächsischen Steinkohlenbergbaus. Zwischen 1922 bis 1933 wurde im Zuge einer Modernisierung der etwa 50 m hohe Förderturm erbaut. Nach Abschluss dieser Arbeiten galt die Anlage als modernste sächsische Schachtanlage und fand durch verschiedene technische Lösungen internationale Bedeutung. Mit einer Jahresförderleistung von ca. einer Mio. t Steinkohle war er einer der leistungsfähigsten Schächte Deutschlands. 1975 wurde der Schacht als letzter des Lugau-Oelsnitzer Revieres stillgelegt. Ein Teil der Schachtgebäude wird heute als Bergbaumuseum touristisch genutzt.

Deutschlandschachthalde

Die Deutschlandschachthalde ist neben dem Förderturm des Karl-Liebknecht-Schachtes ein weiteres Wahrzeichen der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. Die Entstehung der Halde ist auf die Deutschlandschächte I und II zurückzuführen. Der Deutschlandschacht I wurde von 1871 bis 1874 bis in eine Tiefe von 699 m abgeteuft. Der Deutschlandschacht II wurde in der Zeit von 1872 bis 1877 abgeteuft. 1877 gelang die Verbindung beider Schächte in einer Tiefe von 663 m. 1971 wurde die Deutschlandschachthalde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie ist mit einem Aussichtsturm in das Wanderwegesystems von Oelsnitz/Erzgeb. integriert.

Interaktive Karte

Informationen und Adressen

Bergbaumuseum Oelsnitz / Erzgebirge

Pflockenstraße
09376 Oelsnitz

Telefon: +49 (0) 37298/9394-0
E-Mail

www.bergbaumuseum-oelsnitz.de

Öffnungszeiten

Montaggeschlossen (außer an bundesweiten Feiertagen)
Dienstag10:00-17:00 Uhr
letzte Führung 16 Uhr
Mittwoch10:00-17:00 Uhr
letzte Führung 16 Uhr
Donnerstag10:00-17:00 Uhr
letzte Führung 16 Uhr
Freitag10:00-17:00 Uhr
letzte Führung 16 Uhr
Sonnabend10:00-17:00 Uhr
letzte Führung 16 Uhr
Sonntag10:00-17:00 Uhr
letzte Führung 16 Uhr

Stadtverwaltung Oelsnitz/Erzgeb.

Rathausplatz 1
09376 Oelsnitz/Erzgeb.

Telefon: +49 (0) 37298/380
E-Mail

www.oelsnitz-erzgeb.de