Bereits seit dem 15. Jahrhundert wurde in der Schneeberger Montanlandschaft Bergbau betrieben. Davon zeugen noch heute Haldenzüge, die den untertägigen Erzgängen folgen.

Viele der aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammenden Aufbereitungsanlagen und bergmännischen Tages- und Hüttengebäude sind weitgehend erhalten geblieben. Sie vermitteln einen Eindruck vom Bergbau auf Silber- und Kobalterze, dem Rohstoff für die Produktion von blauen Farben.

Um die vielen Wasserkraftmaschinen der Gruben betreiben zu können, wurde der sogenannte Filzteich angelegt. Heute ist er der älteste und größte Kunstteich des Erzgebirges.

Wichtige Bestandteile und Objekte

Wolfgang Maßen Fundgrube

Die südlichste große Grube des Schneeberger Reviers und eine der bedeutendsten Kobaltgruben des sächsischen Erzbergbaus war im 19. Jahrhundert die Fundgrube Wolfgang Maßen. Von der Grubenanlage sind das 1816 bis 1818 erbaute Pochwerkhaus mit untertägiger Pochradstube, das in Fachwerkbauweise errichtete Huthaus, das Steigerwohnhaus und die Bergschmiede aus der Mitte des 19. Jahrhunderts erhalten. Neben der großen Tafelhalde des Hauptschachtes sind zahlreiche kleinere Halden vorhanden, die sich in das 16. Jahrhundert datieren lassen.

Fundgrube St. Anna am Freudenstein nebst Troster Stolln

Der erste urkundliche Nachweis über Bergbauaktivitäten im Areal des heutigen Besucherbergwerks St. Anna am Freudenstein bei Zschorlau datiert auf das Jahr 1492. Es handelte sich um ein relativ kleines Bergbaugebiet, das vor allem durch den Silbererzbergbau des 16. Jahrhunderts geprägt ist. Im nördlichen Bereich der Bergbaulandschaft befindet sich der zugängliche Troster Tagestolln.

Filzteich

Der Filzteich wurde zwischen 1483 und 1485 auf altem Zinnseifengelände zur Versorgung des Schneeberger Bergbaus mit Aufschlagwasser angelegt. Nach einem Teichdammbruch im Jahr 1783 wurde der Teich als größter Wasserspeicher des Schneeberger Bergbaugebietes wieder erbaut. Im großen Waldgebiet westlich des Filzteiches befinden sich die ausgedehnten Zuführungs- und Wassererschließungsgräben. Seit 1933 wird der Filzteich als Naturstrandbad genutzt.

Siebenschlehener Pochwerk

Vom 16. bis 19. Jahrhundert war das Schneeberger Revier weltweit größter und bedeutendster Fundort für Kobalterze. Von den zahlreichen Aufbereitungsanlagen hat sich das Siebenschlehener Pochwerk erhalten. Es gehörte zu der Ende des 15. Jahrhunderts erstmalig erwähnten Fundgrube „Siebenschlehen“. In den Jahren 1752 und 1753 wurde die Anlage in ihrer noch heute bestehenden Form errichtet. Das Pochwerk wird heute museal genutzt.

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