Über 550 Jahre währte der Bergbau um Altenberg. Aus einer der weltgrößten Zinnerz-Lagerstätten wurden in dieser Zeit beiderseits der sächsisch-böhmischen Grenze mehr als 100.000 Tonnen Zinn gefördert. Bedeutende Sachzeugen, wie die Wäsche IV in Altenberg, die Bergwerksanlagen in Zinnwald sowie das Schloss und die Stadtkirche Lauenstein, dokumentieren den Bergbau, die eingesetzten Technologien, die Verwaltung sowie die Verbindung zwischen dem sächsischen und böhmischen Herrschaftsgebiet.

Wichtige Bestandteile und Objekte

Wäsche IV

Für die Zerkleinerung der Erze wurde im 16. Jahrhundert das Verfahren des Nasspochens im Erzgebirge entwickelt. Es fand später weltweite Verbreitung. Ein Vertreter der für das Erzgebirge typischen Pochwäschen ist die historische Wäsche IV. in Altenberg. Die Wäsche wurde erst 1952 stillgelegt, nachfolgend in eine technische Schauanlage umgestaltet und wird seither als Museum betrieben.

Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald

Der Bergbau in Zinnwald steht für die Gewinnung von Zinn, Wolfram und Lithium. Zur Entwässerung der Gruben erfolgte im 17. Jahrhundert (1686) die Auffahrung des Tiefen Bünau Stollns. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Tiefe Hilfe Gottes Stolln aufgefahren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden moderne Betriebsanlagen errichtet, zu denen auch das Zugangsgebäude am Tiefen Bünau Stolln gehört. Die Gebäude und Anlagen vom Vereinigt Zwitterfeld mit Tiefen Bünau Stolln und Tiefen Hilfe Gottes Stolln werden gegenwärtig als Besucherbergwerk genutzt. 

Schloss Lauenstein

Die Burg Lauenstein wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. Nach erfolgtem Umbau zu einem repräsentativen Schloss im 15. Jhd. befand sich das Schloss von 1517 bis 1821 im Besitz der Adelsfamilie von Bünau, die an der Entwicklung des Bergbaus im sächsischen Erzgebirge maßgeblich beteiligt war. Im vollständig renovierten Schloss befindet sich u.a. das Osterzgebirgsmuseum mit einer Sammlung zur Geschichte und Natur des Osterzgebirges.

Stadtkirche Lauenstein

Ebenso wie das Schloss Lauenstein dokumentiert die Stadtkirche Lauenstein die Beziehungen der Familie von Bünau zum Bergbau. Sie wurde nach einem Stadtbrand 1594 unter Günther von Bünau wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau und die Ausstattung wurden von der Familie mit den Gewinnen aus den Zinn- und Eisenerzfunden finanziert. Neben dem kulturhistorisch beachtlichen Altar, der Kanzel und dem Taufstein, ist vor allem die wertvolle Bünau‘sche Erbbegräbniskapelle aus der Zeit 1609 zu nennen.

Interaktive Karte

Informationen und Adressen

Stadtverwaltung Altenberg

Platz des Bergmanns 2
01773 Altenberg

Telefon: +49 (0) 35056 23993
E-Mail

altenberg.de/unesco-erzgebirge/

Tourist-Info-Büro Altenberg

Am Bahnhof 1
01773 Altenberg

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Dienstag09:00-17:00 Uhr
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