Die Gegend um Krupka (Graupen) ist durch den Abbau von Zinnerzen über einen Zeitraum von etwa 800 Jahren stark geprägt worden. Zinn wurde hier vermutlich schon in der Bronzezeit durch Waschen gewonnen. Spätestens seit dem 13. Jahrhundert erfolgte die bergmännische Gewinnung von Zinnerzen, aber auch von Kupfer, Wolfram, Wismut und Molybdän. Als das älteste Zinnrevier des Erzgebirges hat Krupka das Wissen über den Abbau von Zinnlagerstätten maßgeblich beeinflusst. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in Krupka aber auch in anderen Revieren sowohl auf böhmischer, als auch auf sächsischer Seite des Gebirges angewandt.

Ein bedeutendes Montandenkmal dieser Kulturlandschaft ist das Besucherbergwerk Starý Martin (Alter Martin), das mit einer Länge von 2 km über den längsten Zinnerzgang in Mitteleuropa verfügt. Viele weitere bedeutende Relikte des Tage- und Untertagebaus aus dem 13. bis 20. Jahrhundert findet man in den umliegenden Bergbaurevieren Knötel, Preisselberg und Komáří hůrka (Mückenberg).

Eng verbunden mit dem Bergbau ist die Entstehung der Bergstadt Krupka mit der markanten, gleichnamigen Burg aus dem 14. Jahrhundert. Von großer Bedeutung sind zudem die Maria-Himmelfahrt-Kirche mit spätgotischem Glockenturm, die Heiliggeistkirche, die im Renaissancestil gehaltene St. Annakirche und die historischen Bürgerhäuser.

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