Erste Silbererzfunde im Jahre 1168 führten zur Gründung und rasanten Entwicklung der Stadt Freiberg. Die Bergstadt entwickelte sich aufgrund des Montanwesens zu einem bedeutenden wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum. Das Gesicht der ältesten Bergstadt des Erzgebirges wird daher von zahlreichen montanhistorisch bedeutenden Bauwerken geprägt, so u.a. das Oberbergamt oder die 1765 gegründete Bergakademie als älteste noch bestehende Montanhochschule der Welt, an der im 19. Jahrhundert die Elemente Indium und Germanium entdeckt wurden.

Etwas außerhalb der Altstadt Freibergs liegen die heute vom Landratsamt Mittelsachsen genutzten historischen Gebäude der ehemaligen Porzellanfabrik Kahla, die als Bergbaufolgeindustrie nach 1913 zur Herstellung technischer Keramik erbaut wurden.

 

Wichtige Bestandteile und Objekte

Historischer Stadtgrundriss mit Stadtbefestigung

Nur wenige Jahre nach der Entdeckung von Silbererzgängen bei Freiberg (um 1168) wurde mit der Anlage der Freiberger Oberstadt mit dem großen Marktplatz und einem regelmäßigen Straßengrundriss begonnen. Die Altstadt Freibergs wurde ab 1200 von einer Stadtmauer umschlossen, von der sich ein Teil erhalten hat. Innerhalb dieser, von der Stadtbefestigung umschlossenen Fläche, sind zahlreiche Wohn- und Bürgerhäuser sowie große Bauwerke und Sakralbauten erhalten, in deren Architektur sich die enge Verbindung zum Bergbau widerspiegelt.

Freiberger Dom

Als Vorgängerbau des Freiberger Doms wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts die romanische Basilika „Unser lieben Frauen“ errichtet. Das Bauwerk erhielt um 1230 als Hauptportal an der Westseite die bis heute erhaltene „Goldene Pforte“. Nach der Zerstörung beim Freiberger Stadtbrand (1484) wurde das Bauwerk bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts als dreischiffige spätgotische Hallenkirche mit umlaufenden Emporen und Netzgewölben neu aufgebaut. Der Dom besitzt eine Vielzahl von kunsthistorisch wertvollen Objekten, darunter die Tulpenkanzel (1505), die Bergmannskanzel (1638), verschiedene Epitaphe sowie zwei Silbermann-Orgeln (1711/1714).

Schloss Freudenstein

Eine dominierende Stellung im Stadtgefüge nimmt das Freiberger Schloss ein. Die unter Markgraf Otto (1125 - 1190) ursprünglich errichtete Burg Freudenstein wurde Mitte des 16. Jahrhunderts unter Kurfürst August (1526 - 1586) zum Renaissanceschloss umgebaut. Heute sind das Sächsische Bergarchiv sowie die bedeutende Mineralienschau "terra mineralia" im Schloss untergebracht.

Porzellanfabrik Kahla, Zweigwerk

Die Porzellanfabrik Kahla wurde 1844 gegründet und entwickelte sich bis zum Ersten Weltkrieg zu einem der bedeutendsten Porzellanhersteller in Deutschland. Bereits 1905 begann die Errichtung der Fabrikanlage in Freiberg, wo der Bergbau kurz vor seiner Stilllegung lag. 1911 und 1914 erfolgten Erweiterungen der Fabrik, in der zeitweise über 700 Mitarbeiter beschäftigt waren. In Folge der Weltwirtschaftskrise wurde die Produktion in der Freiberger Porzellanfabrik 1932 eingestellt. Das Verwaltungsgebäude sowie die ehemalige Direktorenvilla wurden zwischen 1993 und 1997 denkmalgerecht saniert. Heute befindet sich in diesen Gebäuden das Landratsamt Mittelsachsen.

Historischer Gebäudekomplex der TU Bergakademie Freiberg

Der historische Gebäudekomplex der TU Bergakademie Freiberg umfasst mehrere Einzelgebäude, die im Zusammenhang mit der Universitätsgeschichte der Bergakademie in Freiberg stehen. Im Bereich des heutigen Hauptgebäudes der TU Bergakademie Freiberg wurde in der Zeit kurz nach 1500 ein neues repräsentatives spätgotisches Gebäude errichtet. Im Jahr 1705 wurde das Gebäude umgebaut. Umfangreiche bauliche Veränderungen und Erweiterungsbauten am Hauptgebäude erfolgten in den dreißiger und fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Original erhalten sind der ursprüngliche Eingangsbereich sowie die Aula dieses Gebäudes.

Abraham-Gottlob-Werner Bau

Abraham-Gottlob-Werner Bau

1912 erfolgte die Grundsteinlegung für den nach dem berühmten Freiberger Mineralogen benannten Abraham-Gottlob-Werner Bau. In Anwesenheit des sächsischen Königs Friedrich August wurde das neue Gebäude 1916 dem Mineralogischen Institut der Bergakademie Freiberg übergeben. Der zentral gelegene Vordereingang des Gebäudes zeigt u.a. naturkundliche und montanistische Plastiken (Schmuckportal). Das Gebäude beherbergt heute die geowissenschaftlichen Sammlungen und Ausstellungen, die weltweit zu den 10 ältesten ihrer Art gehören. 

Interaktive Karte

Informationen und Adressen

Tourist-Information Freiberg

Burgstraße 1
09599 Freiberg

Telefon: 03731/ 273 664
E-Mail

www.freiberg-service.de

Stadtverwaltung Freiberg

Obermarkt 24
09599 Freiberg

Telefon: +49 3731 / 273 0
E-Mail

www.freiberg.de

Öffnungszeiten

Montag08:00-12:00 Uhr
Dienstag09:00-12:00, 13:00-18:00 Uhr
Mittwochgeschlossen
Donnerstag09:00-12:00, 13:00-16:00 Uhr
Freitag09:00-12:00 Uhr