Die planmäßige Gründung der bedeutenden Bergstadt begann Ende des 15. Jahrhunderts. Mit den Erträgen des intensiven Silbererzbergbaus konnten viele Bauwerke errichtet werden. Sakrale und profane Bauten entstanden, so etwa die Bergkirche St. Marien, das Rathaus oder prächtige Bürgerhäuser. Die spätgotische Hallenkirche St. Annen ist ein einzigartiges Baudenkmal und beherbergt zahlreiche kulturhistorische Kunstschätze, wie zum Beispiel den berühmten Bergaltar von Hans Hesse. Zudem wirkten mit dem Mathematiker Adam Ries, Münzmeister Lazarus Ercker und der Montanunternehmerfamilie Uthmann bedeutende Persönlichkeiten des Montanwesens in der Bergstadt.

Wichtige Bestandteile und Objekte

St. Annenkirche

Die Grundsteinlegung für die größte spätgotische Hallenkirche Sachsens erfolgte im Jahr 1499. 26 Jahre später waren der Bau der St. Annenkirche und die Ausgestaltung des Kircheninneren vollendet. Der bekannteste und bedeutendste Altar der St. Annenkirche ist der 1521 geweihte Bergaltar mit Malereien Hans Hesses. Er zeigt auf der Rückseite eine erzgebirgische Bergbaulandschaft des beginnenden 16. Jahrhunderts und ist aufgrund der detaillierten Darstellung von außergewöhnlicher kunst- und kulturgeschichtlicher Bedeutung. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche mehrfach verändert. Nach umfangreichen Sanierungen zeigt sich die St. Annenkirche heute wieder im ursprünglichen Zustand des 16. Jahrhunderts. In der Kirche befinden sich außerdem zahlreiche Epitaphe von bekannten Persönlichkeiten des Montanwesens.

St. Marien Bergkirche

Die zwischen 1502 und 1511 erbaute Kirche befindet sich an der Nordwestseite des Annaberger Marktplatzes. Die Baukosten der Kirche wurden überwiegend durch eine Bergknappschaft finanziert. Bis zum Ende des Bergbaus im Annaberger Revier diente die Bergkirche ausschließlich den Andachten der Bergleute sowie Berggottesdiensten zu Bergquartalen und an Bergfeiertagen. Die Kirche wurde mehrfach bei Stadtbränden zerstört. Ihre heutige Gestalt geht auf das Jahr 1737 zurück. Zum bemerkenswerten historischen Inventar der Kirche gehören die Bergmannskanzel und das historische Knappschaftsgestühl. Außerdem beherbergt sie heute eine wertvolle Bergmännische Krippe.

Adam-Ries-Haus

Das zweigeschossige Reihenhaus gilt als Haus des Rechenmeisters Adam Ries (1492-1559) und wurde um 1496/97 erbaut. Das Gebäude diente im 16. Jahrhundert sowohl als Wohnhaus, als auch als Rechenschule. In den Jahren 1981 bis 1983 sowie 2010 wurde es umfassend saniert und wird seit 1984 als Museum genutzt.

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