Der Rote Turm des Todes ist ein nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik, das an die Zeit des massiven Uranabbaus in der Umgebung von Jáchymov nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert.

Das Areal, das durch ein siebenstöckiges Gebäude aus roten Ziegeln dominiert wird, diente in den Jahren 1951 bis 1956 als zentrale Aufbereitungs- und Sortieranlage der in Jáchymov, aber auch in weiteren Uranrevieren der ehemaligen Tschechoslowakei abgebauten und in die Sowjetunion gelieferten Uranerze.

Es handelt sich um den letzten erhaltenen Sachzeugen einer Uranerzaufbereitungsanlage im Erzgebirge. Zugleich symbolisiert der Rote Turm des Todes das Leiden der politischen Häftlinge, die in den 1950er Jahren in den Joachimsthaler Zwangsarbeitslagern unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert wurden.

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