Nordöstlich der Freiberger Altstadt wurden seit mehr als 800 Jahren Erze abgebaut. Die zahlreichen kleinen Bergwerke des Mittelalters schlossen sich im Laufe der Jahrhunderte zum größten und modernsten Verbundbergwerk Europas zusammen. Diese Entwicklung und den prägenden Einfluss des Bergbaus auf die Landschaft verdeutlichen die gut erhaltenen bergmännischen Anlagen und Haldenzüge dieser Bergbaulandschaft. Gebäudeensembles, wie die Schachtanlage Alte Elisabeth oder Abraham Schacht, bezeugen die außergewöhnliche Vielfalt an Maschinentechniken des 18. und 19. Jahrhunderts. Der Bergbau in diesem Gebiet wurde 1913 zunächst eingestellt und dann von 1937 bis 1969 nochmals weiterbetrieben. Von den zahlreichen Hauptschachtanlagen der Himmelfahrt Fundgrube haben sich verschiedene bauliche Strukturen erhalten.

Wichtige Bestandteile und Objekte

Abraham Schacht

Der Abraham Schacht war der ursprüngliche Hauptschacht der Himmelfahrt Fundgrube. Nach bedeutenden Erzfunden im Jahr 1828 wurden bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts alle wesentlichen Tagesgebäude des Schachtes modernisiert. Erhalten geblieben sind das Mannschaftshaus (um 1790), das alte Huthaus und das hölzerne Wassergöpeltreibehaus. Neu errichtet wurden u.a. die Bergschmiede (1834), die Setzwäsche (1834) und das Treibehaus (1839). Das Kehrrad des Abraham Schachtes ist bis heute untertägig in der Radstube erhalten. Nach der endgültigen Stilllegung der Schachtanlage im Jahr 1968 wurde das Wassergöpeltreibehaus in seinen ursprünglichen Zustand zurückgebaut.

Alte Elisabeth Fundgrube

Der ursprünglich selbstständige Schacht der Grube „Alte Elisabeth“ wurde im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts von der Himmelfahrt Fundgrube übernommen und nachfolgend als Lichtloch beim Bau des Rothschönberger Stollns und später als Wetterschacht mit einer Gesamttiefe von 605 m betrieben. Im Jahr 1848 wurde der Schacht mit einer Dampfgöpelanlage ausgestattet, die sich bis heute erhalten hat. Zum Gebäudekomplex gehören das Treibehaus, das Maschinenhaus und das Kesselhaus, der 18 m hohe Schornstein sowie die an das Treibehaus angebaute Scheidebank, die später als Betstube genutzt wurde. Das Ensemble wird durch die Bergschmiede (um 1850) ergänzt. Heute gehört die Alte Elisabeth Fundgrube zum Besucher- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg und wird u.a. zu Lehrzwecken genutzt.

Kunstgraben Roter Graben

Der etwa 7,5 km lange Rote Graben wurde 1614/15 erbaut ist einer der bekanntesten Kunstgräben des Freiberger Reviers. Der Rote Graben lieferte Aufschlagwasser für die Gruben auf dem Halsbrücker Gang und später für die Hütte Halsbrücke. Heute ist er nur über eine Teilstrecke vom Mundloch des „Verträgliche Gesellschaft Stollns“ bis Halsbrücke wasserführend. Neben weiteren Stollnmundlöchern gehören die um 1840 erbaute Erzwäsche der Fundgrube „Oberes Neues Geschrei“ und das im 18. Jahrhundert errichtete Huthaus am Thurmhofer Hilfsstollen zu den bedeutenden Objekten entlang des Grabens.

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