Silbererze wurden auch auf ehemals klösterlichem Territorium abgebaut. Die Bergbaulandschaft Gersdorf gehörte zum Besitz des Zisterzienserklosters Altzella und entwickelte sich ab dem 12. Jahrhundert. Viele der während der Bergbauzeit hier genutzten Maschinen, bergmännischen Tagesgebäude, Kunstgräben und Mundlöcher sind bis heute erhalten geblieben. Die beeindruckenden Halden- und Pingenzüge ermöglichen Rückschlüsse auf die jeweiligen Bergbautechnologien vom 12. bis in das 19. Jahrhundert. Bekannt ist vor allem die letzte in diesem Gebiet betriebene Grube „Segen Gottes Erbstolln“.

Wichtige Bestandteile und Objekte

Kloster Altzella

Der Bau des Zisterzienserklosters Altzella in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Besiedlung und der Entwicklung der Freiberger Region. Das Kloster partizipierte dabei von der immensen Entwicklung der nahegelegenen Bergstadt Freiberg. Es entwickelte sich zum bedeutendsten Kloster auf wettinischem Gebiet und diente von 1190 bis 1381 als Grablege der Wettiner. Nach der Reformation wurde das Kloster säkularisiert. Zwischen 1798 und 1809 entstand im Umfeld des Mausoleums ein romantischer Landschaftspark. 1993 wurde das Kloster vom Freistaat Sachsen übernommen und denkmalgerecht saniert.

Grube Segen Gottes Erbstolln

Das Bergbaugebiet Gersdorf gehörte ursprünglich zum Besitz des Zisterzienserklosters Altzella. Zum wichtigsten Bergwerk entwickelte sich seit dem 17. Jahrhundert die Grube Segen Gottes Erbstolln. Vorhandene Sachzeugen der 1885 stillgelegten Grube sind u.a. das Ende des 18. Jahrhunderts errichtete steinerne Grubenwehr, die Anlage eines Schifffahrtskanals, auf dem das Erz mit Lastkähnen in die Wäsche transportierte wurde, sowie Kunstgräben und Mundlöcher verschiedener Aufschlagröschen. Erhalten ist auch das Treibehaus aus dem 18. Jahrhundert, das später zum Huthaus der Grube umgebaut wurde.

Interaktive Karte

Informationen und Adressen

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Stauffenbergallee 2a
01099 Dresden

Telefon: +49 351 56391-1001
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09661 Striegistal

Telefon: +49 (0) 34322/51320
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www.striegistal.de

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